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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 51

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 51 (sequence 54)
Language
German
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51 so berichtet ein Späterer, David b. Simra, in seinen Responsen (Theil II No. 622), dessen Worte wir ganz mittheilen wollen, weil sie ausserdem das eigentliche Wesen des Nagidamtes näher darlegen. David b. Simra schreibt: ״Die Secretäre in Aegypten nehmen für die Ausfertigung der Ketuba einen Goldflorin und noch mehr an Bezahlung, für einen Get lassen sie sich 12 מאירי (Moezzi) zahlen. Dieser Gebrauch rührt aus der Zeit der Negidim her; es war eine der für die Nagid-Wiirde (נגידות) bestehenden Bestimmungen, dass die Gemeinde dem Nagid Revenuen bewilligte, aus denen er seine Existenz bestreiten konnte. Denn der Nagid sollte keine andere Beschäftigung haben, als in Rechtssachen die Entscheidung zu geben und die Gesammtheit vor Königen und Fürsten würdig zu vertreten. Er batte das Recht, mit Erlaubniss des Königs zu strafen und zu züchtigen, gefangen zu halten, wie einst der Resch Galuta dieses Recht besass. So hatte er auch die Urkunden auszustellen und sie durch den Schreiber und die Zeugen beglaubigen zu lassen. Bereits Rabbi Jehosef Halevi hatte solche Einkünfte des Dajan in Granada bezogen.“ Weiter begegnen wir im arabischen Spanien einem Nagid nicht mehr. Erst im arabischen Aegypten treffen wir dann (um 1141) den homonymen Nagid Samuel Halevi, den Sohn des Arztes Chananja, an den Jehuda Halevi einen Brief richtete und fünf Gedichte widmete.1) Als dieser Nagid aus Spanien nach Aegypten kam, wurde er von den Alexandrinern mit folgenden Versen begrüsst: עדי גאון והוד ושם וחליה ואור גדול בארץ ומאפליה כרוב נמשח אשר נמשח בשם טוב והוקם עלי כסא יכגיה לנחל את שאר הצאן כרצון אביר יעקב שלחנו למחיה (2.גביר ושר לפניו שר וטפסר נגיד האל שמואל ן׳ חנניה ב) Luzzatto in בתולת בת 'הודה S. 18 110 .1ו. a) Von Sambari (s. S. 54 Note 1) mitgetheilt, der irrthümliek diesen Samuel Nagid mit dem älteren ganz identificiert.

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