Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Sfagid-Wftrde. Das biblische נגיד, in der aramäischen Einleitung zur Haftara am ersten Pessachtage dem Josua beigelegt,1) erscheint zum ersten Male und man könnte in gewisser Beziehung sagen, auch zum letzten Male, als ein glanzvoller Ehrentitel, als eine hervorragende Auszeichnung bei Samuel Halevi in Granada. Der hohe Rang, der ihm alsVezir bei Hofe und im Staate eingeräumt war und der seine politische Machtstellung erkennen lässt, unterstützte wesentlich die Oberhoheit, welche er über die Juden des Reiches und ihre Gemeinden erlangte und übte. Allerdings muss man hierbei auch noch die innere Begabung Samuel’s in Ansatz bringen. Seine Gelehrsamkeit und seine Frömmigkeit, wie seine aufrichtige Hingebung an die väterliehe Religion und für die Bekenner derselben sind innere Güter, die ihn, somit auch durch seinen geistigen Reichthum emporragend, für werth der allgemeinen Verehrung und Dankbarkeit zeigen, welche ihm seine Glaubensgenossen nah und fern innig bewahrten. Auch die Nachweit erhielt ihm seinen Weltruf und nannte ihn ״ha-Nagid“ *ölt MSorfv, in ähnlicher Weise, wie ״ha-Gaon“ ohne weitere Namensnennung, Saadia oder Hai bezeichnet. Anders gestaltete es sich mit seinem Sohne und Nachfolger Jehosef oder Josef, der auch die Nagidwürde ererbte, aber nicht mehr mit dem Glanze, der seinen Vater umgeben hatte. Ihm musste das einstige Ehrenamt bereits zu einer Quelle für die materielle Existenz werden. Denn, .אמיר דאיתאמר על ידי יהושע נגידא (ג