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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 44

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 44 (sequence 47)
Language
German
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44 eigene Person betrafen, zur Entscheidung vorzulegen1) und als er einst durch eine Krankheit einen Theil seiner halachischen Kenntnisse vergessen hatte, lernte er sie wieder von Rabbi Cbija.2) Er beabsichtigte auch, Chija durch Familienbande mit sich und seinem Hause zu verbinden; allein die Tochter Chija’s, welche für den Sohn des Patriarchen bestimmt war, starb während der Vorbereitungen zur Hochzeit.3) Welche Autorität Chija in den Augen des Patriarchen besass, mögen noch folgende Worte zeigen, welche der Letzterer in edler Selbstverleugnung einst zu einem Schüler sprach: ,,Sieh׳ ab von meinen Worten und halte die des R. Chija fest.4 5) Ein inniges Band der Freundschaft verknüpfte R. Chija mit Simon, dem Sohne des Patriarchen. Dieser begleitete ihn auf seinen Geschäftsreisen nach Tyrus,6) machte ihm Geschenke6) und hatte eine solche Achtung vor seinen Kenntnissen, dass er keinen Anstand nahm, dessen Aus־ Sprüche zur Norm seiner Handlungen zu machen.7) Die Innigkeit ihres Freundschaftsverhältnisses war so bekannt, dass der Talmud bei Erwähnung eines Vorfalles, bei welchen beide als selbstsüchtig erschienen, eine Verwechselung der A) Horäjot 11b. 2) Nedarim 41a. 3) Ketubot 62 b. 4) Aboda Sara 86 b. Aus der Stelle Aboda Sara 75 b ersehen wir deutlich, dass der Talmud Rabbi und R. Chija als vollständig gleichberechtigt betrachtet. Es kann daraus, dass dort die Worte beider unter אתמר angeführt werden, durchaus nicht geschlossen werden, dass man Chija als Amora betrachtete, denn dann müsste ja von Rabbi dasselbe gelten; jedenfalls erhellt eben daraus, dass man die Tanaimworte unter אתמר anführte, dass Mischnah und Baraita wirklich geschrieben waren, und nur weil die dort angeführte Halacha in keiner Sammlung aufgenommen worden, sondern nur mündlich fortgepflan^t worden war, citirte sie der Talmud unter אתמר• 5) Gen. Rabba cap. 77 Cant. ad. III, 6. 6) Eeza 28 a. :) Jer. Sabbath IV, 1.

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