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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 42

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 42 (sequence 45)
Language
German
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42 Minui) erst von ihm erhalten haben;1) auch von R. Ismael bar Jose, welcher nach dem Patriarchen die grösste rabbinische Autorität war, nahm er gerne Belehrung an.2) Er musste darum die ungewöhnliche Strenge des Patriarchen einigemal fühlen. Dieser hatte einst ein Verbot erlassen, auf freier Strasse Lehrvorträge zu halten. Ohija hatte in seinem Eifer für die Lehre dieses Verbot unbeachtet gelassen und seine beiden Neffen Abba Aricha und Rabba bar Chana auf dem Markte unterrichtet. Als er darauf vor R. Juda erschien, redete er ihn im heftigen Zorne an: ״Ija,3) wer ruft Dich draussen“. Diese Andeutung genügte, Ohija 30 Tage aus seiner Gegenwart zu verbannen, und erst nach Verlauf dieser Frist nahm R. Juda eine Rechtfertigung seiner Handlungsweise an.4) Selbst einen unschuldigen Scherz durfte sich Ohija nicht gegen ihn erlauben; Der Patriarch hatte öfters geäussert, dass er Alles zu thun bereit sei, was man von ihm verlange. Würde der Exilarch Rab Hunna von Babylonien kommen, so werde er ihm seiner Abstammung wegen alle Ehre erweisen, ihm einen Platz über sich einräumen: doch so weit wie die Bene Bathyra, welche einst seinem Ahnherrn Hillel zu Ehren sich freiwillig ihres Amtes und ihrer Würde begeben hatten, würde er die Selbstverleugnung nicht treiben können. Als nun nach dem Tode jenes Exilarchen dessen irdische Hülle nach Palästina zur Bestattung übergeführt wurde, trat Ohija bei R. Juda mit den Worten ein: ״R. Hunna ist draussen“. Der Patriarch entfärbte sich; und als Ohija erläuternd hinzusetzte; ״sein Sarg kommt anw, wurde ihm aber sogleich wieder von R. Juda bedeutet, dass er dreisig Tage aus seiner Nähe verbannt sei.5) Allmählig jedoch ף Synhedrin 5 a. 3) Jebamot 105 b. 8) Spottnamen, vgl. oben S. 12. 4; Moed Eaton 16. 5) Jer. Kilajim IX. 4; Gen. Rabba cap. 33.

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