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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 39

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 39 (sequence 42)
Language
German
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39 der Jugendgeschichte Chija’s haben uns die Talmude keine Andeutung erhatten; doch können wir aus dem Umstande, dass er, der jüngste seiner Geschwister, allein zum Studium der rabbinischen Wissenschaften erzogen wurde, mit einiger Sicherheit schliessen, dass sich seine geistigen Anlagen frühzeitig entwickelt haben mochten. Nach einem, jedoch kaum historischen Berichte soll er von ausserordentlich hoher Statur gewesen sein.1) Ferner ist noch bemerkenswerth, dass er wegen einer eigenthümlichen Construktion seiner Sprachorgane den scharfen Guttural Ch (ח) nicht sprechen konnte, weshalb man ihm witzig den Vorwurf machte, er begehe eine Gotteslästerung, wenn er den Vers Jes. 8, 17 ״ והכיתי לה׳ich harre auf den Herrn“ lese, weil er dann vermöge seines Fehlers והכיתי d. h. ״ich schlage“ lesen müsste.2) Auch wurde er deshalb zuweilen mit dem Spottnamen Ijah belegt.3) R. Chija verheirathete sich mit einer gewissen Judith, welche ihm das Zwillingspaar Juda und Hiskija und zwei Töchter Pasi und Tawi gebar.4] Judith hatte eine so schwere Geburt, dass sie unter dem Vorwände, ihr Vater habe sie in ihrer Jugend mit einem Andern verlobt, ihre Ehe mit R. Ohija für gesetzwidrig und ungültig erklären wollte; als diess aber R. Chija als nichtig zurückwies, nahm sie ein die Sterilität beförderndes Mittel (Kos Ikrin), worüber sich Chija sehr grämte. 5) Ueberhaupt war sein eheliches Verhältniss kein freundliches, da ihn sein Weib durch ihre Launen quälte. Er ertrug dies aber mit grosser Geduld und Milde und suchte Ketubot 62b behauptet, dass Chija von Schimei, dem Bruder Davids abstamme (I Chronik 2, 18). נ) Nidda 24 b; Chijas Name fehlt an d. Parallelstelle Numeri, Rabba cap. 9. а) Megilla 24b. 8) Moed Katan 16 b; Keritot 8 a. 4) Jebamot 65 b; Kiduschin 12 b. б) Jebamot ibid.

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