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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 37

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 37 (sequence 40)
Language
German
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37 so berühmt gewordene nehardeanische Schiühaupt Samuel ihm häufig rituelle Fragen vorlegte.1) Auch der Vater dieses Samuel war schon vor seiner Auswanderung nach Palästina eine geachtete Autorität, und während nach Jost’s Annahme von Talmide Chachamim (Jüngergenossen) in Babylonien gar nicht die Rede hätte sein können, vergleicht Levi bar Sisi dieselben hyperbolisch mit den Engeln Gottes.2) Unsere Annahme erscheint darum vollständig gerechtfertigt und wird noch bes onders dadurch über alle Zweifel erhoben, dass auch der grosse Lehrer R. Chija, zu welchem wir uns jetzt wenden, den Grund zu seinem Wissen in Babylonien legte. 2. Kapitel. Chija’s Abstammung und Familienleben. R. Ohija wurde ungefähr um die Mitte des 2. Jahrhunderts in Babylonien, 3) dem zweiten Mutterlande der Juden, geboren. Der Name Chija (חייא) ist eine Abkürzung des biblischen Namens ל(4 אחיה und er wird im נ) Grittin 5 a. Sebachim 46 b, u. Paralist, worauf Chaluz Bd. I in einer Note zu תולדות שמואל ירחינאה zuerst aufmerksam machte. (Anmerk, der Bed.: Dass diese Ansicht entschieden falsch ist, wird von Hoifmann, Mar Samuel S. 78 f. bewiesen). Grrätz 1. c. S. 287 stellt dies zwar ohne Weiteres in Abrede, wir wären jedoch begierig, zu erfahren, welchem Rab Huna sonst Samuel gesetzliche Fragen vorgelegt haben könnte. Dass man nicht an den gleichnamigen Schüler Rabs dabei denken darf, beweist, so einleuchtend es an sich ist, die Stelle Erachin 16 b, wo dieser Huna als Schüler vor Samuel sitzt; auf Letzteres machen schon Tosafot zu Chulin 18 a aufmerksam. a) Kiduschin 72 a. 8) Sanhed. 5a; Pesach. 4a und viele Parallelstellen. ׳׳') Das Aleph am Ende ist aramäische Schreibart. Der volle Name Achija hat sich an der Stelle Grittin 17 a in manchen Ausgaben erhalten. Vielleicht ist auch der R. Achia in Sebachim 48 b mit unserem R. Chija identisch.

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