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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 9

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 9 (sequence 12)
Language
German
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9 nis Just. M.’s, 5,des beschränkten, unwissenden Kirchenvaters“, sondern aus sachlichen Gründen. Frankel weist nach, dass während im palästinischen Heimatlande erst unter dem schweren Drucke der Römerherrschaft die tiefe Sehnsucht nach einem erlösenden Messias erwachte, in Alexandrien dagegen diese Idee früher sich ausbildete (cf.ib. p. 182 ff.) und zur Zeit, da die griechische Version der Genesis entstand, im Volksbewusstsein schon tiefe Wurzel geschlagen haben konnte. Historisch wäre somit $ än. mess. aufgefasst ganz zulässig und in diesem Sinne würde es auch mit dem folgenden: abx. npoed. h%. gut übereinstimmen. — Bei genauerer Prüfung jedoch müssen wir fragen: Wie konnte der Uebersetzer die Weissagung in der Form, wie er sie gab, rechtfertigen? Um die Mitte des 3. oder 2. Jahrhunderts v. g. Z. war schwer zu behaupten die Wahrheit des Satzes: ״Es wird nicht schwinden, der Fürst («p^) aus Juda (oder ״der aus Juda stammt“) und der Führer aus seiner Nachkommenschaft1) (oder ״der aus seiner Nachkommenschaft stammt“) bis kommet der (Messias), dem (es) bestimmt ist“, da zu jener Zeit weder weltliche Fürsten noch Führer aus Juda waren. Das TO., dem (Frankel ib.) die messian. Auffassung der LXX entsprechen würde, ging dem wohl aus dem Wege, indem es עביר שולטן und ״) ספראFührer u. Gesetzeslehrer“) für שבט und מחקק setzte, was mess. zu erklären ist. Wir halten es daher nicht für unmöglich, dass man ganz von einer agad. Färbung dieser Stelle absehen müsse, und dass mau beide Laa. auf eine geschichtliche Persönlichkeit beziehen könne, etwa auf David (,,nicht wird weichen die Führerschaft aus Juda und die Vorherrschaft seiner Nachkommen bis kommen wird was ihm bestimmt ist sc. das Königtum“)2) oder auch auf *) Nicht wie G־. L. Bauer: Hermen, sacra V. T. (Lpzg. 1797) t. I. p. 140, der מבין רגליו mit ix täv nodäjv e medio discedere s. abire vergleicht. 2) Frankel ib. p. 51, der Schiloh beibehält, erklärt es als Periode zu Schiloh. — Es wäre nicht undenkbar, xä d7rox. einfach auf die

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