Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 16 (1889)
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 270 (sequence 274)
- Language
- German
- Belongs to
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Einiges über das Beten am Wasser. Gegenüber der Behauptung• christlicher Archäologen, dass die Synagogen sich meist in der Nähe von fliessendem Wasser befanden, bemerkt Leopold Löw, der synagogale Ritus (Monatsschr. von Frankl u. Grätz 1884) S. 167: ״Aus jüdischen Quellen wird ein einziger Beleg angeführt uud dieser ist nicht stichhaltig, ln dem den Juden von der Stadt Halikarnass in Carien ertheilten Privilegium, welches Josophus mittheilt, wird den Juden unter Anderem das Recht eingeräumt, nach der Väterliehen Sitte am Meere Gebete zu verrichten (Antt. XIV, 10, 23). Daraus kann aber nur geschlossen werden, dass die jiid. Gemeinde zu Halikarnass ihre Synagoge am Meeresstrande erbaut hatte. Von einer allgemeinen Sitte, Synagogen am Wasser anzulegen, schweigen die jiid. Quellen ganz und gar.Erst aus dem Mittelalter und der neueren Zeit lassen sich wirklich direkte Empfehlungen des Gebetes am Wasser vernehmen.“ Diese Empfehlungen, die sich auf massoretische Spielereien stützen, seien zuerst von R. Jacob b. Ascher ausgegangen und in neuster Zeit von Chajim Palaggi (Kaf ha-Chajim) wieder aufgefrischt. — Allein abgesehen von der Unzulässigkeit, die Worte bei Josephus: w.1 tag noocjkvyng mutTaOai nqog Tft d-aläaafl xuru to nätqiov i&og, blos auf Halikarnass zu beschränken, weil sonst derartige Zusätze bei Josephus, wie xata to natoiov t-O-og, oder bloss nätqiov u. a. m. einen allgemeinen Charakter haben und keine lokale