Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 16 (1889)
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 269 (sequence 273)
- Language
- German
- Belongs to
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267 sclien Ms. des Fons vitae — auf das arabische Original wird man wohl endgiltig verzichten müssen — willkommene Dienste leisten. Freilich hätte man gewünscht, dass der Autor in streitigen Fragen eine Entscheidüng getroffen hätte, wie z. B. über die Lebenszeit Gabirols und der daraus sich ergebend 3n Frage über das Verhältnis zwischen Gabirol und Bachja. Diese Themata sind jedoch gar nicht berührt worden. Die Bibliographie der Arbeiten über Gabirol ist bei weitem nicht vollständig. S. 226 will der Verfasser Gabirol einen Ausspruch über den menschlichen Willen vindicieren, aber mit Unrecht. Gabirol spricht nirgends von dem Willen des Menschen. Erst Duns Scotus hat die Lehren Gabirols über den göttlichen Willen auf den des Menschen übertragen. Das von Munk p. 170 ff. dem Gabirol vindicierte Buch de anima hat dem Verf. in einer Abschrift vorgelegen, welche er zur Anführung von Parallelen zum Fons vitae benutzt hat. Guttmann fand nicht, dass das Buch dem Gabirol angehöre. Wie es sich mit diesem Ms., welches für die Geschichte der Psychologie von grösster Bedeutung ist, des Näheren verhält, soll demnächst in dieser Zeitschrift gezeigt werden.