Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 16 (1889)
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 242)
- Language
- German
- Belongs to
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nach ist es auch nicht der Yater Benjamin’s, sondern der des David Kimchi.ג) Damit soll aber keineswegs gesagt sein, dass Benjamin nichts Neues bietet. Im folgenden Abschnitt hoffen wir überzeugend den Beweis zu bringen, dass er gar oft eigene, originelle, dem nüchternen Yerstände entsprechende Erklärungen vorführt. Die chaldäische, griechische und italienische Sprache werden gleichfalls in den Kreis seiner Schrifterklärung gezogen2). V. Die Art der Exegese Benjamin’s. Es ist nicht möglich, klar und erschöpfend Benjamin’s gesammte exegetische Thätigkeit zu schildern. Leider wurde bisher kein einziger von ihm handschriftlich vorliandener Comm. dem Drucke übergeben, oder auch nur genügend beachtet. Wir können darum freilich hiermit nur ein Stückwerk liefern, das aber hoffentlich die Aufmerksamkeit der Gelehrten auf Benjamin’s Yerdienste lenkt. Einer spätem Zeit aber wird es Vorbehalten sein, die Bausteine zu sammeln, um sie zu einem Gebäude zusammenzufügen, und so Benjamin ganz und gar der Wissenschaft zuzuführen. Von diesem Gesichtspunkte wollen wir ausgehen, indem wir gewisse, bei Benjamin feststehende und ihn kennzeichnende Eigenthümlichkeiten ins Auge fassen und in Umrissen eine Charakteristik seiner Leistungen, Fähigkeiten und Kräfte entwerfen. Da die Echtheit seiner Comm. schon kurz besprochen wurde, wollen wir zunächst fragen, welche Stellung Benjamin in der exegetischen Literatur einnimmt. Er selbst gibt uns hierauf eine bündige Antwort. In der Einleitung J) Über die Kimchidea (Joseph, David und Mose) vgl. Graetz a. a. 0. VI, 236 ff. *) Vgl. den folgenden Abschnitt.