Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 16 (1889)
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 237)
- Language
- German
- Belongs to
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231 tischen Werken ist uns eine ״Einleitung zu den Grammatiken“ erhalten. Dieselbe ist gedruckt am Anfänge des Mahalach von M. Kimchi.') Bacher * 2 3) hat nachgewiesen, dass der anonyme Codex Halberstamm 157 denselben Inhalt hat, wie die Einleitung zum Mahalach, und daher auch unsern Benjamin zum Autor habe. Seine mathematischen Werke gingen verloren. Dass er solche verfasst hat, steht ausser Frage. Erstlich ׳lässt es das grosse Lob Immanuels vermuthen. Zweitens aber haben sich Gedichte mathematischen Inhalts von ihm erhalten.8) Auch als Dichter synagogaler Gesänge, Hymnen etc muss er tüchtiges geleistet haben. Dieselben haben einen streng rituellen Charakter•4 * * *) IV. Die Quellen seiner Exegese. A.) Zu Esra und Nehemia. Wenn man einen Comm. sachlich richtig beurtheilen will, dann muss man die Quellen, aus denen der Schrift- ]) Za don verschiedenen Ausgaben vgl. 0. Abschnitt I und II. Über Ziel und Zweck sieh w. u. Absclm. Y. 2) Revue des Etudes Juives 1885, 123 1!*־, Literaturbl. des Orients X, 431. 3) Vgl. Codex Paris S. 26, n. 214, 8°. 4) Cfr. Cod. Paris a. a. 0.; Zunz, Literaturgeschichte der synagog. Poesie 545. Zunz wirft die Frage auf, ob es unser Benjamin ist. De- Rossi fragt ebenso und gibt eine bejahende Antwort, während Zunz die Frage unbeantwortet lässt. Wir sohliessen uns De-Rossi an, da es doch aus Cod. Paris erwiesen ist, dass der Coininentator, Grammatiker und Mathematiker zugleich auch Dichter war. Die von Zunz 1. c. angeführten Gedichte haben tlieils einen mathematischen, tlieils einen rituellen Charakter. Vgl. auch Leop. Dukes, Bibliogr. Notizen im Literaturbl. des Orients V, 402 f. n. 25.