Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 16 (1889)
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 176 (sequence 180)
- Language
- German
- Belongs to
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176 Man kann daher die anaQ^ttl in dem Dekret des Antonius sehr wohl als Bikknrim ansehen. Doch kann darunter auch Teruma verstanden werden, die nach der Verordnung der Weisen auch im Auslande Geltung hatte (Maim. Hil. Terumoth I, 1). Als freiwillige Gabe konnte sie immerhin betrachtet werden, weil sie doch nicht mosaisch war, und die Weisen sie auch nicht zur Pflicht machten, sondern sie nur, da sie einmal gebräuchlich wurde, gelten lassen wollten. Allerdings konnte auch Teruma vom Auslande nach Palästina nicht gebracht werden, weil sie als ausländisches Product die nöthige Eeinheit nicht hatte und deswegen im heiligen Lande nicht gegessen werden durfte (Jerusch. Challa Ende und Maim. Hil. Terumoth II, 17), doch braucht unter avanoiudf! in dem erwähnten Dekret durchaus nicht ein Hinaufbringen nach Palästina gemeint zu sein, da die betreffende Stelle überhaupt lückenhaft ist und auch nicht gesagt wird, wohin die anaQiai gebracht werden sollen. Es kann daher ein Hinbringen zu einem Priester im Auslande bedeuten, zumal während des Tempelbestandes viele Priester ausserhalb Palästinas nicht gewohnt haben mochten.x) d) Erstlinge (2.(בבורים) Ant. IV, 8,22: ״Was von den reifen Früchten einem Jeden zufällig in die Hand kommt (tGw 8' wqaioov 5 u v.tu מחוצה לארץ מאן דאמר אין מעטרין את הביבורין אלא משבעת המעין אין מעטדין את הביבודין חוץ לארץ. x) Vgl. Jerusch. Challa und Ende R. Simson (ר״ש) zu Misch. Challa Ende. Es ist daher nicht richtig, wenn Winer (BRW. I, 843 Anm. 4) sagt, ״dass nach Joseph. Antt. 16,6,7 die anaQ%ai aus Kleinasien nach Jerusalem gesendet wurden.“ Ebensowenig kann man darunter, wie W. annehmen will, ״nicht freiwillige Erstlingsgaben“ verstehen, weil es doch im Dekrete ausdrücklich heisst: tfs l<has nQoaiQiaeo)?. Die talmudischen Vorschriften über die Erstlinge sind demnach nicht im Widerspruch mit den Angaben des Josephus. 2) Ueber die Lev. 2,14—16 vorgeschriebene Erstlingsmineha s. Theil I, S. 55.