Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 16 (1889)
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 134)
- Language
- German
- Belongs to
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130 von der leider inzwischen eingegangenen Society of hebrew literature herausgegeben worden sind, für eine grössere Klarlegung der exegetischen Thätigkeit Ibn Esra’s, als die, welche bis jetzt erfolgt ist, geleistet hat, verdiente eine besondere Würdigung. Denn die Gründlichkeit in der Erforschung des Ganzen wie die Akribie in der Behandlung des Einzelnen können, für alle Diejenigen, welche solche Schrift-Commentare künftig ediren oder bearbeiten wollen, als klassisches Muster dienen. Leider verhindert die englische Sprache, in welcher diese Schriften verfasst sind, dass sie in grösseren Kreisen der deutschen Gelehrtenweit bekannt werden können. Der erste Theil enthält eine Uebersetzung des Commentars zum Buche Jesaja, mit einer literarhistorischen Einleitung, mit fortlaufenden erläuternden Anmerkungen und mit 4 Indices am Schlüsse: a) Nachweis der Stellen in den anderen Büchern der heiligen Schrift, in denen Ibn Esra einzelne Stellen im Jesaja-Buche erklärt, b) Nachweis der in den grammatischen Schriften Ibn Esra’s vorkommenden Erklärungen zu Stellen in dem erwähnten Buche, c u. d) enthalten die sich ergebenden Varianten. Der zweite Theil enthält eine Uebersetzung des Buches Jesaja ganz auf Grund des Commentars.1) Der dritte Theil enthält den hebräischen Text des Commentars unter Vergleichung mehrerer Handschriften. Ausserdem wird in einem englischen Anhänge ein Glossar aus diesem Commentar mitgetheilt, welches werthvolle Beiträge zur hebräischen Lexicographie bietet. Der vierte Theil verbreitet sich über das weitere *) Der Wunsch nach einer ähnlichen Arbeit, nämlich nach einer Pentateuch• Uebersetzung auf Grund des onkelosischen Targums, kam mir zur Zeit, als ich mich mit meinem Targum-Werke beschäftigte, oft in den Sinn. Eine solche englische Uebersetzung fiel mir später in die Hände: allein sie ist ganz verfehlt und hat nur den Zweck, Apologetisches für die christliche Religion im Targum auszudeuten.