Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 16 (1889)
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 84 (sequence 88)
- Language
- German
- Belongs to
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Das aramäische Verbum im jerusalemischen Talmud, bearbeitet von Moses Schlesinger. Verba 'פא. Ob das א am Anfang des Wortes einen vollen Vokal erhielt, wie im syr. אמר lässt sich bei dem Fehlen von Vokalzeichen nicht entscheiden, ist aber sehr wahrscheinlieh. Für das Ohr. Pal. (1. c. S. 492) wird die Punktation אמר (perf.) verlangt, allein im jerus. Talm., wo ein Jod im perf. niemals geschrieben ist, wird die Form wohl ״ämar“ gesprochen worden sein, die Schreibung אימרון im impt. deutet jedoch auf die Aussprache ernrun (für den impt.) hin. Tritt vor den ersten Radikal ein Bildungskonsonant, so büsst das א seinen Gutturallaut ein und fliesst mit dem Vokal des Präfixes in einen Vokal zusammen, der dann durch י ausgedrückt wird.1) Bei dem Verbum אמר dieser Klasse wird häufig das א am Anfang abgestossen: perf. אמר מר, part. מר אמרין מרין ,אמר in Verbindung mit vorangehendem ד ,את דמר, רמרין, vermutlich אתמה אתמרין; דמה דמרין gesprochen; wie aber dennoch das alleinstehende מרין (part.) מרין gesprochen sein kann, ist schwer abzusehen. Im ganzen ist die Zahl der unter diese Klasse gehörigen Verba nicht sehr gross, ihr impf, bilden sie teils auf a, teils auf u, meist gehen beide nebeneinander. *) Der Unterschied von den übrigen aramäischen Dialekten ist mithin ein rein graphischer.