Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 16 (1889)
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 83)
- Language
- German
- Belongs to
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79 Verkaufende als der vom Gerichte Verkaufte nur auf ,sechs Jahre verkauft werden kann (זה תה אינו נמכר אלא לשש). Aus den Worten: Wenn er mit einer Sklavin beim Käufer Kinder gezeugt (1ixvm avrfy ysvofiivwv ix dovXt!s na.Q(i tm n qlafiivm) geht hervor, dass auch dem sich selbst Verkaufenden gestattet ist, eine Sklavin zu ehelichen. Auch hierin stimmt Jos. mit R. Eleasar überein, der (a. a. 0.) in allen Fällen dem Käufer gestattet, dem Knechte eine Sklavin zur Frau zu geben (זה תה רבו מוסר לו שפחה כנענית). Doch nach der Erklärung des R. Jomtob ben Abraham (ריטב״א) in seinem חרושים, dass die Worte des אין רבו מוסר לו שפחה כנענית : ת״ק so aufgefasst werden müssen, der Herr könne ihn nicht zwingen, eine Sklavin zu nehmen, würde Joseph, auch mit dem ת״ק übereinstimmen. Siehe jedoch משנה למלך zu Hai. Abadim III, 3; wo die Ansicht des R. Jomtob widerlegt wird. Das Wort לעולם (Ex. 21, 6) giebt Jos. nicht wie die LXX mit ai? ibv nimm wieder, sondern mit iviaviov ivatavio? tov imßijiov ״wenn das Jobeljahr da ist.“ Vgl. Mechilta 77 b: הגיע היובל.ועבדו לעולם ער היובל ״ יצא...Er diene für immer, d. i. bis zum Jobei. Sobald das Jobeljahr angekommen, geht er aus.“ 12) Aus den Worten׳• xal 1a lixva xal 10v yvvalxa iXav&i(>ctv änaybiMvoi ״und die Frau und die Kinder führt er frei fort“, scheint zu erhellen, dass auch die Frau und die Kinder in einem Dienstverhältniss zum Herrn stehen. Auch Nachmanides zu Ex. 21, 3 ist der Ansicht, dass, wenn Frau und Kinder vom Herrn ernährt sein wollen, dieser auch ihre Händearbeit beanspruchen kann (ועדיין אני אומר שאם רצו אשתו ובניו לתון משל ארון הוא לוקח מעשי ידיהם). Er trete in dieser Beziehung an Stelle des Mannes (נכנס במקום הבעל). Dagegen normirt Maim. Hil. Abadim III, 2, dass, obwohl der Herr verpflichtet ist, Frau und Kinder des Sklaven zu ernähren, er gar keinen Antheil an ihrer Händearbeit hat. (Vgl. Kesef Mischne und Mischne Lemelech z. St.).