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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1889-01-01 · 1 (1889) · p. Seite 43

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
16 (1889)
Issue
1 (1889)
Date
1889-01-01
Page
Seite 43 (sequence 47)
Language
German
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43 in die res privata, welcher an die Familie des Kaisers überging, wenn sein Sohn ihm nicht auf dem Throne folgte. Ferner durfte kein Aegypter, selbst wenn er, was höchst selten geschah, das römische Bürgerrecht erlangt hatte, ein Staatsamt bekleiden, welches zum Eintritt in den Senat berechtigte; selbst das Recht, einen Senat zu bilden, blieb der Stadt Alexandria versagt. Dio Cassius 51,17. Des Ferneren berichtet Die Cassius 77,22, dass Antoninus, Sohn des Septimius Severus die Bewohner Alexandria’s seinen Zorn fühlen liess, weil er gehört, dass sie ihn verspottet hatten als Mörder seines Bruders Geta. Er zog daher nach Alexandria, liess die Vornehmen, die ihn zu begrüssen kamen, niederhauen, liess die Strassen und Dächer der Stadt von seinen Soldaten besetzen und ein Blutbad unter den Bewohnern anrichten. Da es nun bekannt war, dass die Bewohner Alexandrias diesen Antoninus als Brudermörder verspotteten, so konnte er wol befürchten, dass sie ihm einen Gegenkaiser aufstellen, und desshalb kann er das Blutbad daselbst angerichtet haben. Es geht daraus hervor, dass jener Antonin, von welchem Rabbi begünstigt ward, Antoninus, Sohn des Septimius Severus ist. Es fragt sich nicht, ob die im Midrasch berichtete Unterredung historisch ist; genug, wenn sie den historischen Verhältnissen entsprach, wenn sie richtig sein konnte, und dies ist nach dem Angegebenen der Fall. Wenn der Talmud ferner sagt, an Antonius Tafel haben weder im Sommer noch im Winter Rettig, Lattich und Gurken gefehlt; so passt dies auch eher zu Antoninus Caracalla, als zu Mark Aurel. In dieser Beziehung berichtet Dio Cassius 77,18, dass diesem Antonin die Senatoren ״Alles, was zu Land, im Wasser oder in der Luft aufzutreiben war, zu seiner Tafel herbeischaffen

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