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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1889-01-01 · 1 (1889) · p. Seite 3

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
16 (1889)
Issue
1 (1889)
Date
1889-01-01
Page
Seite 3 (sequence 7)
Language
German
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3 den jerusalemischen Talmud“, Breslau 1870, S. 48a). (IV) Die jüngsten palästinischen Amoräer sind Zeitgenossen des R. Aschi in Babylonien, lebten also um den Anfang und die Mitte des 5. Jahrhunderts. Mithin können wir annehmen, dass wir die Sprache der Palästinenser von der Mitte des dritten Jahrhunderts bis zur Mitte des fünften vor uns haben (V). § 3. Der jerusalemische Talmud erstreckt sich über die vier ersten Mischnahordnungen und einen geringen Teil des Traktats Niddah; talmudische Diskussionen zu den beiden übrigen Ordnungen sind auf uns wenigstens nicht gekommen (VI). Es ist eine bekannte Thatsache, dass der überlieferte Text sehr im argen liegt, bereits die alten Talmuderklärer klagen laut darüber (VII). Was sie mit besonderer Rücksicht auf den halachischen Inhalt, auf seine häufige Un- Verständlichkeit und Fehlerhaftigkeit sagen, lässt sich mit gleichem Recht auch auf die Form, auf grammatische und lexikalische Entstellungen anwenden. In dem Responsum des Adereth (VII) ist bereits auf den hauptsächlichen Grund dieser fehlerhaften Ueberlieferuug hingewiesen. Das Studium des jerus. Talmud wurde schon in früher Zeit zu Gunsten des babylonischen, besonders wegen der grösseren Bedeutung des letzteren für das religiöse Leben, hintangesetzt und so ist es gekommen, dass nicht allein wenig Handschriften davon zum Studium im Umlauf waren, sondern auch auf diese wenigen nicht genügender Fleiss verwandt wurde, um sie vor grober Entstellung zu schützen. Aber selbst diejenigen Männer, welche mit Eifer sich dem Studium auch dieses Talmud zuwandten, achteten dabei vorwiegend auf seinen Inhalt und kümmerten sich wenig darum, ob eine Form richtig gebildet sei oder nicht. Demnach hat der Versuch einer grammatischen Darstellung dieses Idiomes mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen, wir werden uns deshalb bescheiden müssen, wenn wir bis- 1*

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