Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 15 (1888)
- Issue
- 1 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 99)
- Language
- German
- Belongs to
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Bereschit-rabbati. 97 christlich gefärbten Ideen, so kann man a priori annehmen, diese Werke seien aus dem Oriente herübergekommen. Man kann auch versichert sein, daß man in ihnen, wie zu erwarten, mohammedanischen Einfluß und Arabismen wahrnehmen werde. Oben III, 12 fanden wir bereits einen solchen Einfluß in unserem Bereschit-rabbati. In der Erzählung von den zehn Stämmen (Ms. S. 81) wird ferner Meka, die Stadt des ismaelitischen Propheten (Bet-Ha-Midrasch 2, 106) erwähnt. — Unser Tana d'be Elijahu r. c. 11 hat folgenden Satz: זה לשון ע״א (Richter 12, 6) ויאמר אמור גא שבולת ויאמר סבולת כאדם שאומר להכירו שא בל. Aus dem Ausdrucke בארם שאומר לחברו darf man billigerweise schließen, daß zur Zeit als jener Satz niedergeschrieben wurde, die Phrase שא בל gäng und gäbe war. Bel war aber in der Umgangssprache einer so späten Zeit gewiß vollständig verschollen. Es ist zu vermuthen, daß שא בל verschrieben ist. Unser Ms. giebt uns Aufklärung darüber. S. 91 heißt es dort: .כאדם שאמר לחברו סאביל a"v סבולת/ זה לשון Dieses סאביל ist, scheint mir, nichts anderes als der im Koran häufig wiederkehrende Al-Sabyl, der Pfad, die wahre Religion (s. Sprenger Mohammed II. 66). Hier erhielt sich die ursprüngliche Leseart des Tana d. E. In Europa wurde סאביל zu שא בל. Im Orient, woher der Codex, welcher dem-Abschreiber unseres Ms. vorlag, gekommen war, kannte man die Bedeutung des Wortes und man schrieb es richtig. 5. Sagen in syrischer oder rabbinisch-syrischer Sprache. Dem Verfasser des Ber. major lagen Sagen in syrischer Sprache vor, wie die von Daniel, Bel und dem Drachen (Neubauer, Tobit). Auch kannte er Sagen in rabbinisch-syrischer Sprache wie die Beschreibung der Hölle durch Josua ben Levi (Pugio 605. Auch von Nachmani in שער הגמול angeführt). In unserem Ms.: die Sage von der Vaterliebe (abgedruckt im Bet ha-Midrasch 6, XVI.), und die von der Vertauschung Antoninus uiit Jehuda Ha-Nassi ben Gamliel 1). 0 Der Vater Jehuda's wird dort Gamliel genannt; die Sage bezieht sich also auf Jehuda Ha-Nassi II, und bestätigt die Meinung Grätz' in 1888. II. 7