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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1888-01-01 · 1 (1888) · p. Seite 95

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
15 (1888)
Issue
1 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 95 (sequence 97)
Language
German
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Bereschit-rabbati. 95 Ende תולדות, wie Elifas der Sohn Esaus, dem Jacob seine Habe abgenommen hat. — 3. Quellen mit christlicher Färbung. In der rabbinischen Literatur begegnet man zuweilen christologischen Ideen in rabbinischer Hülle. Einige darunter datiren wol aus vorchristlicher Zeit; Juden und Christen ererbten sie unabhängig von einander. Zu dieser Kategorie sind die Sagen über die Leiden des Messias zu rechnen. Andere bürgerten sich durch den Verkehr mit Judenchristen bei den Juden allmählig ein. So die Idee von der Mitleidenschaft Gottes und das ״Erlahmen seiner Rechten" wenn die Juden in Bedrägniß gerathen (Pesikta r. 144b Thr. r. c. 1, 23 und Parallelstellen). Auch sind solche Ideen und Auslegungen der Schrift von jüdischen Lehrern und Predigern nach ihrer Art modificirt, aus dem Grunde öffentlich vorgetragen worden, weil diese Ideen und Auslegungen durch die damalige intensive Propaganda der christlichen Lehrer, beim Publikum Gefallen fanden. Die jüdischen Prediger suchten die zu ihrer Zeit modernen Ideen, für ihre Religion unschädlich zu machen. Eine in dieser Beziehung interessante Behauptung ist die des Elasar Ha-Modai, daß Gott am jüngsten Tage in die Hölle gehen werde, um die jüdischen Sünder von dort zu retten. (Cant. r. c. 2, vergleiche Tanchuma שופטים zu Ende). Es werden dort als Belege die Verse angeführt כי באש ר' נשפט (Jes. 66, 14) und (Ps. 23, 4) גם כי אלך בגיא צלמות לא אידא רע כי אתה עמדי. Also eine Höllenfahrt Gottes. Man erinnert sich unwillkürlich an die Höllenfahrt Christi (I. Petr. 3, 18. 19). Jene Sage scheint schon im 2. Jahrh. beim Volke beliebt gewesen zu sein, daher modificirte und verwendete sie Elasar Ha-Modai, welcher auch sonst mystische Ideen vorzubringen Pflegt. — Seine Relation müßte bei dem Streite der christlichen Theologen über die Sage von der Höllenfahrt Christi als Beweis herangezogen werden, daß dieselbe, oder eine ihr ähnliche Sage im 2. Jahrh. bereits verbreitet war. — Aehnlich verhielt es sich mit den christlichen Auslegungen der heil. Schrift. Jene Stellen in der Schrift, welche von den christlichen Predigern mit Erfolg benützt

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