Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 15 (1888)
- Issue
- 1 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Hasmonäer-Söhne. 57 des Jochananan קרש. in Gaddes und gar für die des Simon טפי in Mar&ije, Matches, Nun ich denke, der vornehme Geschichtschreiber, der durch seine Alterthümer, wie er in der Einleitung sagt, die Geschichte des jüdischen Volkes von dessen Anbeginn vor allen Griechen (soll wohl heißen: vor allen gebildeten Römern) darstellen wollte, schämte sich ein wenig seiner Vorfahren. Sollen die Hasmonäer, deren glänzende Thaten das ganze zweite jüdische Staatsgebilde strahlend erhellen, deren Nachruhm und deren Geschlecht bis in seine Zeit reichte, sollen diese Helden in ihrer Jugend nur schlichte Handwerker gewesen sein? Bei den Lesern, für die er schrieb, stand das Handwerk nicht so in Ehren, wie bei den Juden. Auch sein Zeitgenosse, der königliche Sprößling Agrippa II, der mit ihm in Rom lebend und in der Gunst der Cäsaren sich sonnend, gewiß gelegentlich mit Stolz auf seine königlichen hasmonäischen Ahnen zurückwies, durfte nicht als Nachkomme von Handwerkern gelegentlichem Spotte preisgegeben werden. Darum mußte der Blechner, dessen hebräische Bezeichnung auch in dem überlieferten griechischen Gewände noch ganz durchsichtig verständlich war, in einen Matthes verwandelt werden, welches Wort als Abkürzung des Namens Matisjahu noch heute gebräuchlich ist. Ebenso mußte die verständliche Bezeichnung des Schmuckarbeiters wenigstens durch Verstümmlung in Gaddes unkenntlich gemacht werden. Makkabaios dagegen war Geschlechtsname geworden und erinnerte in der mit griechischer Endung versehenen Form nicht mehr an die ursprüngliche Bedeutung eines ״Klopfers". Außerdem war der Name Jedem so geläufig, daß eine Aenderung desselben Allen auffällig gewesen wäre. Die Beinamen des Walkers und des Brunnengräbers endlich waren schon durch Abschleifung des ersten Ceth, Auaran oder vielmehr Auran, überdies durch Verwandlung des Doppel-IVarv in ein Vxsilou selbst für des Hebräischen kundige Leser kaum wiederzuerkennen und mit so entstellten Handwerker-Namen durften sie auch in die feine Gesellschaft eingeführt werden. I>r W. Feilchenfeld.