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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1888-01-01 · 1 (1888) · p. Seite 55

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
15 (1888)
Issue
1 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 55 (sequence 57)
Language
German
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Die Hasmonäer-Söhne. 55 Simon, der kluge Mann des Rathes, und Judah, der thatkräftige Volksführer, als welche sie von ihrem sterbenden Vater empfohlen wurden, als welche sie nachher sich glänzend bewährt haben, verlieren in unseren Augen keinen Theil ihres Ruhmes, wenn wir ersteren in die ehrsame Zunft der Blechner und letzteren in die den Hammer schwingenden Handwerker versetzen. Oder war R. Josuah als Kohlenarbeiter oder R. Jochanan als Sandalenverfertiger oder R. Jizchak als Schmied, waren diese Männer und andere ihresgleichen darum weniger berühmte Mschnahlehrer? Unsere großen Lehrer haben zwar nicht Vereine zur Beförderung des Handwerks unter den Juden begründet; aber sie waren selbst Handwerker und haben z. B. in der Toseftah Kidduschin I (citirt im T. bab. Kidd. f. 29) den jüdischen Vätern neben der Pflicht des Thorah-Unterrichts bezüglich ihrer Söhne auch die der Unterweisung in einem Handwerke auferlegt. Vgl. auch die letzte Mischnah im Tr. Kidduschm. Das Priesterthum aber bot allein für einen Mann nicht ausreichende Beschäftigung, da jede der 24 Priesterabtheilungen nur je eine Woche den Tempeldienst zu versehen hatte. Als daher während des zweiten jüdischen Reichs die Thorakenntniß Gemeingut der Nation geworden war, und nicht allein, auch nicht vorzugsweise die Söhne Levis ״Jakob über die Vorschriften derselben belehrten", da fanden die Priester Muße, hatten sie auch so viel größeren Anlaß, ein Handwerk berufsmäßig zu betreiben. — Haben wir nun das Bedenken überwunden, die Hasmonäer Simon und Judah dem ehrsamen Handwerkerstande einzureihen, so darf solches Bedenken bei den drei anderen zwar gleich vortrefflichen, aber in geringerem Maaße berühmt gewordenen Brüdern gar nicht aufkommen. Wir werden daher nur untersuchen, welches Handwerk sie betrieben haben. — Jochanans Beiname, der im Makkabäerbuche Kuddk lautet, dürfte den Endlaut nur in der griechischen Uebertragung erhalten und im Chaldäischen Kaddisch gelautet haben, oder auch, da die zweite Silbe bei Josephus den E-Saut hat: קךש_. Denn an den Begriff der Heiligkeit ist bei der

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