Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 15 (1888)
- Issue
- 1 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 56)
- Language
- German
- Belongs to
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54 W. Feilchenfeld. ruf der Hasmonäer gelautet, oder es sei die Aufschrift auf ihrer Fahne gewesen. Diese Deutung des Namens hat schon dem alten De Wette nicht gefallen, und er zieht die andere Schreibweise mit ק vor, wonach die Bezeichnung mit N2j?o, Hammer oder mit der männlichen Form 2D zusammenhängt und einen Hämmerer bedeutet. Dabei denken die Ausl, an Carl Märtel, indem sie sich auf Jerem. 51, 2, wo ein Volk (vielleicht das Babylonische) als מפץ, als Hammer in der Hand Gottes bezeichnet wird, nm damit andere Völker zu zertrümmern. Aber der vorhergehende Gebrauch eines solchen Vergleichs in der prophetischen Rede rechtfertigt noch nicht die Annahme, daß ein Mann diesen ständigen Beinamen gehabt habe. Ueberdies müßte solcher Beiname, ähnlich der angeführten Stelle, durch das entsprechende Hauptwort, nicht durch ein von diesem abgeleitetes Beiwort gebildet werden. ״Der Hammer" ist eine poetische Bezeichnung, deren Werth durch die Umwandlung in ״Hämmerer" vermindert wird. Bei Simons Beinamen, wie er im Makkabäerbuche lautet, bei Thaßi ist solche sinnbildliche Deutung ausgeschlossen. '012 kann nur einen Mann bedeuteu, der mit Blech umgeht. Wie שלחני in der Mischnah (z. B. Bab. Mez. 2, 4) einen Geldwechsler bezeichnet, weil dieser, wie noch jetzt diese Gewerbetreibenden im Orient, sich bei seinem Geschäftsbetriebe auf der Straße eines Tisches bedient, חמי© einen, der Kohlen, ס־סק׳ einen der Thierhäute verwendet, so bedeutet '012 einen Blecharbeiter, Blechner. Hat man aber nach Analogie dieses Beinamens angenommen, daß auch der des Judah ursprünglich init ־די ausgelautet und erst später die griechische Endung aios angenommen habe, als nmn das Geschlecht der Hasmonäer nach dem berühmtesten Sprößling desselben als hasmvnäisches bezeichnete: so dürfte man auch unter מין,2׳ nur einen Handwerker verstehn, der den Hammer gebraucht. Ob dabei an einen Schmied, einen Schlosser oder einen Schreiner zu denken sei, ist aus der Bezeichnung an sich nicht mehr zu entnehmen als aus dem hebräischen הרש, wenn es ohne Beifügung steht. —