Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 15 (1888)
- Issue
- 1 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Keirmitte« der fünf Hasmonaer-Söhne. Die ebenso tapferen und klugen, wie opferwillig gottesfürchtigen fünf Söhne des Priesters Matisjahu, deren Treue wir das schöne Chanukah-Fest verdanken, erscheinen in dm beiden uns überlieferten Erzählungen im zweiten Kapitel des ersten Makkabäerbuches und im zwölften Buche der Alterthümer des Geschichtsschreibers Josephus (Cap. 6) jeder mit einem räthselhaften Beinamen ausgestattet, welche Beifügungen die Ausleger bisher meines Wissens zu erklären kaum ernsthaft versucht haben: wenigstens verdienen die von den Lehrbüchern mitgetheilten Ableitungen kaum eine ernste Widerlegung. Soviel mehr dürfte ein neuer Versuch gerechtfertigt erscheinen. — Die Ueberlieferung der Beinamen ist in den beiden Berichtm nicht dieselbe. Denn es heißt Jochanan im Makkabäerbuche: Kaddis, bei Josephus: Gaddes Simon ״ ״ Thaßi ״ ״ Matthes Judah ״ ״ Makkabaios ״ Makkabaios Eleasar ״ ״ Auaran ״ ״ Auran Jonathan ״ ״ Aphus ״ ״ Apphus. Der Beiname Judah's allein lautet in beiden Berichten ganz gleich: Makkabaios. An diesem haben sich die Ausleger vorzugsweise versucht und haben in demselben den mit griechischer Endung versehenen hebräischen oder chaldäischen Namen מ^בי oder מכבי erkannt. Letztere Schreibung hat zur Voraussetzung, daß der Beiname aus den Anfangsbuchstaben מי כמכה באלם י׳ zusammengesetzt, die Hälfte eines Verses aus dem am Schilfmeere gesungenen Hohenliedes (Exod. 15,11) darstelle. ״Wer, Ad., ist Dir gleich unter den Mächten?": so habe der Schlachten-