Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 14 (1887)
- Issue
- 1 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 169)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Kreti und Pleti. 137 Nordwesten und Jerachmeel im Südwesten — bei seinem ausgedehnten Territorialbesitz kein Bedürfniß, noch fernere Eroberungen nach Südwesten hin zu machen. Da aber dennoch anschließend an den Bericht von der Eroberung Chorma's B. 18 mitgetheilt ist: ״Und Juda eroberte Assa (Gaza) und ihre Grenzen, Aschkelon . . . und Ekron und ihre Grenzen", so dürfte man zu dem Schlüsse berechtigt sein, daß, obgleich der Stamm Simeon das Gros der Kämpfenden gebildet haben wird, der Stamm Juda der leitende Anführer in diesen Eroberungskriegen gewesen war, daher die eroberten Städte zum Theil, wenn auch blos nominell, in seinem Verzeichniß aufgeführt sind. Daß zu jener Zeit eine Eroberung auf den Namen des leitenden Feldherrn gemacht wurde, ersehen wir aus 2. Sam. 12, 26—28. Und ebenso wie die genannten philistäischen Städte, die zu der in Rede stehenden Zeit wieder Gebiete der Philister waren, haben die viehzüchtenden Simeoniten unter Führung von Judäern die auch noch mehr südlich befindlichen, den Kretim gehörigen Besitzungen erobert. Der Chronist scheint sogar durch die Beifügung zu seinem Berichte I. 4, 32 über den zweiten Auswanderungs- und Eroberungszug von 500 Simeoniten nach dem Gebirge Seir: OV'dti? ני י^עי? , die Führerschaft von Judäern bei Eroberungsbestrebungen der Simeoniten andeuten zu wollen. Diese ״Bene Jischi" waren nämlich keine Menassiten, wenngleich eine uralte Erklärung unter Hinweis auf Jisch'i in Ehr. I. 5, 24 sie als solche bezeichnet. Denn der Beweis, daß dieser Jisch'i nicht kinderlos gestorben, sondern ein Familiengründer gewesen war, ist nicht geführt, Nachkommen sind zur Stelle nicht verzeichnet. Dahingegen weist der Chronist I. 2, 31. nicht blos einen ״Jischi" unter den Jerachmeelitern nach, sondern er führt auch ein großes Verzeichniß von Nachkommen desselben an, die ausdrücklich ״Bene Zischi" genannt sind, sonach Judäer waren, die, wie später gezeigt werden wird, eine allem Anscheine nach besitzlose Familie im Gebiete des Stammes Juda war, daher im Verein mit 500 Simeoniten als Anführer auf Besitzerwerbung ausgewandert waren. Und wie bei diesem Eroberungszug, waren die Judäer sicherlich die Anführer in den