Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 14 (1887)
- Issue
- 1 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 143)
- Language
- German
- Belongs to
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Recensionen. 111 auf eine Bibelstelle gegeben, jedoch in ganz entsprechenden Fällen ohne ersichtlichen Grund wiederum nicht, wie z. B. S. 19 Nr. 63 bei שמה der Hinweis auf Gen. 36,13. 17 vermißt wird. Beiläufig sei bemerkt, daß er an dieser Stelle des Diwan das vorangehende שמה ganz ebenso, nicht aber שמה hätte vokalisiren dürfen, da die beabsichtigte Paronomasie bei einem solchen Verfahren doch verwischt wird. Ebenso hätte Her. ohne Raum- Verschwendung S. 6 Z. 1 bei s׳r2p, das doch nicht gerade ein sehr bekanntes Wort ist, auf Hiob 21,24 Hinweisen müssen. Mit wenigen Worten war bei dem Mondräthsel Nr. 47 auf Jsaae Thüringer in p S. 51, der den vorletzten Vers erst genügend erklärt hat, zu verweisen. Sehr befremdlich verfährt der Herausgeber ferner mit der Setzung von Fragezeichen, die den Leser, sei es auf die Dunkelheit oder auf die Unrichtigkeit einer Stelle aufmerksam zu machen bestimmt sind. Wer nun, wie der Her., nur möglichst treu eine Handschrift abdrucken will, ohne sich um deren durchgängige Verständlichkeit bei seinen Lesern zu kümmern, hat eigentlich die Pflicht nicht, das Maß seines eigenen Verständnisses anzudeuten. Bekennt er sich aber erst aufrichtig und ehrlich an einzelnen Stellen zu einer sicherlich verzeihlichen Schwäche in jener Hinsicht durch Setzung eines Fragezeichens, so übt das Wegbleiben desselben an gleichgearteter Stelle eine Täuschung, deren Unabsichtlichkeit allerdings in vorliegendem Falle, wie wir den Her. persönlich seit Jahren kennen, ausdrücklich hervorgehoben sei. Es ist — sagen wir nun, mindestens unschicklich gegen den uneingeweihten Leser, wenn er in Abwesenheit des sonst ihn beruhigenden Fragezeichens sich für entsetzlich unwissend halten muß, weil ihm ein Ausdruck oder eine Stelle durchaus unerklärlich ist, die doch der Herausgeber, weil er hierbei schweigt, jedenfalls verstanden haben mußte. Entweder sind gar keine Fragezeichen zu setzen, oder sie mußten überall, wo sie hingehören, auch zu finden sein, wie man allgemein an dem Beispiele des Dr. Steinschneider lernen könnte. Der kundige und näherstehende Leser wird allerdings nicht so leicht irregeleitet; das Unmögliche traut er dem Herausgeber und muthet er sich selbst nicht zu. Er wird z. B. wegen בחסדתך in Nr.