Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 14 (1887)
- Issue
- 1 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 132)
- Language
- German
- Belongs to
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100 E. Lolli. muß man bei diesen gar vieles mit Wörtern, welche nicht in der Bibel sind, ergänzen, aber nicht deshalb schien es mir passend, in dieselben solche Conjugationen einzuführen, die dem Sinne und dem Gebrauche durchaus widerstreben. Warum so z. B. zum Paradigma für das Nifäl gerade das Wort קום wählen (S. 396), bei welchem ja diese Conjugation schon dem Sinne nach nicht denkbar ist? Oder warum solche Futura sich schaffen, wie אנגש, תנגש u. s. w. (S. 392) oder wie אבון׳ תב1ן u. s. w. (S. 397), oder אוישב, תושב u. s. w. iS. 394), während doch alle diese Ausdrücke solche sind, welche nicht allein sich nicht finden, sondern augenscheinlich von der Sprache verworfen werden, so daß ihre Anwendung einen Fehler ausniachen würde? Ferner wie kann man sich so leicht mit der einzigen Stütze von בינ׳תי und 1ךיבר, und von einer seltsamen Auslegung des Imperativs בין in Dan. 10, 1, als wäre es ein Perfectum, begnügen, um nach diesen drei Wörtern ein vollkommenes Paradigma für das Perfectum des Kal mit so eingebildeten dritten Personen wie בין und •בינו zu bilden! Und nachdem doch, obwohl nur in einer Anmerkung (S. 148), als wäre es nicht wichtig zu beachten, aber jedenfalls angezeigt wurde, daß in der Bibel nur ein einziges Beispiel, was wohl eben so viel heißt als eine einzige Ausnahme, von der Anhängung von c?'" zu dem Perfectum vorkommt, wie so doch im Paradigma ohne Weiteres, als wären es ganz regelmäßige Formen, solche Ausdrücke wie קטלבם ׳קטלתיכם u. s. w. (S. 385) aufstellen? Ich lvüßte wirklich nicht, wie solche Paradigmen irgendwie nützen könnten! Aber so auch in Betreff anderer Lehren der Grammatik bleibt mir Manches einzuwenden übrig. So z. B. wo von einer Dehnung des Uaääli zu 868'öl gesprochen wird (S. 66 u. a.)! — oder wo man ךאש1ן als Zusammenziehung von ראש1ן erklärt (S. 59), als wäre in der Sprache die Vermittelung dieses nicht existirenden Wortes zur Erklärung des Hirek nothwendig! — oder wo man die zusammengesetzten halben Vocale als Reste von vollen Vocalen vorstellt (S. 45), ohne zu bedenken, daß sie in der Regel nur zur Vertretung des einfachen Scevä