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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1887-01-01 · 1 (1887) · p. Seite 99

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
14 (1887)
Issue
1 (1887)
Date
1887-01-01
Page
Seite 99 (sequence 131)
Language
German
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Zur hebräischen Grammatik. 99 auf die allgemeine Theorie hinzuweisen. Allein beim Mangel einer solchen Theorie hier war es vielleicht gleichviel, welche Methode man im Uebrigen befolgte, und man zog hier vor, alle Motive zuerst bei den Masculinis, dann bei den Femininis zusammenzufassen, alles hauptsächlich in Paradigmen vorstellend, deren jedes wegen der Verschiedenheit der Motive schwierig genug ist, so daß sich hier solcher Paradigmen, ihre Unterabtheilungen mitgerechnet, wohl 25 für die Masculina (S. 238) und 10 für die Feminina (S. 249, 250) finden. Es wird somit diese ganze Theorie bei einer Sprache, in der sich doch Alles so vernunftgemäß ordnen und erklären läßt, fast zu einem bloßen Gedächtnißzwang gemacht, aber auch zu einem solchen Zwange, wie man ihn nicht leicht verlangen kann. Freilich rührt nicht Alles, was ich hier bemerke, in ganz direkter Weise aus der Abhängigkeit vom Arabischen her, in welche man die hebräische Sprache zu stellen glaubte, nur daß in Folge derselben die ganze Lehre jener sichern Richtschnur ermangelt, ohne die jeder Schritt nur leicht wanken muß. Selbst die Behandlung der Vocäle scheint mir in der That an manchen Stellen einen solchen Mangel fühlen zu lassen. Denn wie können wir z. B., die zwei Ausdrücke קטל und קטל als zwei ganz geschiedene Wörter, deren erstes mit unveränderlichen Vocalen, ansehen (S. 113, 114), während so ganz äugenscheinlich das zweite nur eine unmittelbare ganz regelmäßige Abtheilung! des ersten ist? oder wie können wir die Verba, in Primitive wie צדק, und derivative wie צדק (S. 104) eintheilen, als wenn das zweite ein neues Verbum, und nicht eine ganz regelmäßige Form in der Conjugation des ersten wäre? Und ebenso wenig wüßte ich, warum der Name eines Vau conversivi entfernt werden sollte, um an dessen Stelle den eines Vau consecutivi zu setzen, da doch jedes Vau eigentlich ein consecutivum ist, und der einzige Unterschied bei jenem, um das es sich handelt, der ist, daß der Sinn durch dasselbe geändert wird? Aber was mich vorzüglich bei dieser Behandlung bestemdete, war die Wahl bei den Paradigmen. Denn freilich

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