Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 14 (1887)
- Issue
- 1 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 98 (sequence 130)
- Language
- German
- Belongs to
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98 E. Lolli. könnte, ließe sich sehr bezweifeln. Ich kann auch nicht glauben, daß man mit solchen Ableitungen, wie z. B. die des Segöl aus einem a in ידיף oder לינה:? (s. ob.), oder die des Tsere ohne Joel, welches immer ans einem i herrühren sollte (S. 41), einverstanden sein könnte. Geht ja so jenes zwar alte, aber höchst einfache und ganz naturgemäße System einer Eintheilung in fünf lange und fünf kurze Vocale, und somit wohl auch jede feste Grundlage zur Würdigung ihres Gebrauchs und ihres Wechsels ohne Ersatz verloren. Wenn man so z. B. von!ד־בך־יב nut den Suffixen דברי, דבךיף׳ ־?ריךזם bildet, so scheint es ganz natürlich zu sagen, daß man den! Namen in der Mehrzahl die nämlichen Suffixe wie dem in der Einzahl hinzusetzte, im Grunde nur mit jenen Unterschieden in den Vocalen, welche die Gegenwart des Joel nothwendig machte, so daß aus ״י,;׳־ף, ׳;־בס nothwendiger Weise ״י, ־"י־, י"יבם' werde, indem das Paeläli in ״י\ welches für ־;׳יי steht, als Dehnung zunc Ersatz für das fehlende Jod zu erklären ist, und auch das Hirek von ךבריבם erklärt sich wohl von selbst, da sonst dafür דבריכם stehen müßte. Nach jenen Grammatiken aber sagte man דברי, weil die Pronoininal-Suffixa an die Nomina im 8tatus constructus anzuhängen wären (S. 231)! und '"׳ wäre die ursprüngliche Endung dieses Status im Plural! ךבו־יף würde also eine Zusamnienziehung von "דברי sein, und das Hirek von דבריכם würde davon abhängen, daß nachdem das Lam618 des כ in ךבריך wegen der Verlängerung des Wortes verloren ging, der Vocal der ersten Sylbe zur ursprünglichen Kürze des Vocals in der Grundforni (äädar) zurückkehrte (S. 234, 235)! Aber auch ans einem andern Grunde kommt mir hier die ganze Flexion der Nomina sehr erschwert vor. Es verändern sich diese, wie bekannt, beim Uebergang ins Femininum, in das Dual, in das Plural, in den Status constructus, und bei der Anhängung der Pronominal-Suffixe. Wird nur eine richtige Theorie der Vocale vorangeschickt, und man betrachtet dann die verschiedenen Motive jedes für sich einzeln, so geht alles auf die einfachste und natürlichste Weise vor sich, indem, was die Vocale betrifft, es fast immer hinreicht,-