Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 14 (1887)
- Issue
- 1 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 129)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur hebräischen Grammatik. 97 statt dessen inan ja sonst ך?ךי hätte sagen müssen, und sogar das wegen des Hauchlautes nothwendtge Padäh in יחמד (S. 153), und das Kamets von 180 .©) יקום), welches ja so deutlich anstatt des Scevä steht, weil in reiner Sylbe vor dem Ton, alles dies wäre nach diesen Grammatiken mehr oder weniger direct aus dem Arabischen zu erklären! So müßte dem Hebräischen jedes eigene Gesetz abgesprochen werden, oder dasselbe in eine secundäre Reihe gedrängt werden, so daß aber auch dann jeder richtige Einblick in den eigentlichen Organismus der Sprache kaum ermöglicbt wird. Aber die ganze Theorie der Vocale scheint mir hier im Allgemeinen nur sehr schwer verständlich zu sein. Es gehen alle diese Sprachlehren von dem Begriffe aus, daß die Grundvocale im Allgemeinen nur drei seien a, i, u, und sie stellen darnach im Hebräischen zwischen dem a und dem i, als Ableitungen und Zusammensetzungen derselben vier Abstufungen von 6, und ebenso vier Abstufungen von o zwischen a und 11 auf. Sie Heilen hiernach alle Vokale nach jenen drei Grundvocalen in drei Elasten ein, in jede derselben das Segöl einführend, und zwar in die erste, wenn es von a herstammt, wie nach ihnen der Fall wäre z. B. in יך?ס, יריף, גלינה, §םח; in die zweite, wem! es von 18616׳ oder von 1 herrührt, wie nach ihnen z. B. in שן־ und וזפצי, und in die dritte endlich bei seiner Ableitung von o oder 11, wie in את־ und אתם. Nun weiß ich nicht, welchen Werth eine solche Eintheilung haben könnte, wenn es sich um ein Studium über die vorhistorischen Zeiten der Sprache handeln würde. Jetzt überhaupt, seitdem die Sprache in die Geschichte trat, stellt sich ja uns das Verhältniß unter den Vocalen ganz anders dar, indem sich, so z. B., jetzt gar kein Grund vvrstellt, das 6 und das 0 mehr als das i und das 11 als abgeleitet zu betrachten, und es wird wohl Niemandem einfallen zu denken, daß die Punctatoren bei ihrer Anwendung der Vocale auf vorhistorische Zeiten gesinnt hätten. Der Gebrauch demnach eines solchen Systems in einer Grammatik für uns, und jedenfalls ein Nutzen, der daraus für den Lernenden, und womöglich für den Anfänger, entstehen