Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 14 (1887)
- Issue
- 1 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 73 (sequence 105)
- Language
- German
- Belongs to
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Das aramäische Verbum. 73 finden.*) — Die Spuren des ursprünglichen Praefixes י entdecken wir ferner im Pael, wo sonderbarer Weise, sowohl im Talmudischen als auch im Mandäischen, sämmtliche Präfixe des Jmperfects (im ersteren häufig, im letzteren stets) mit einem vollen Vokal versehen sind. ניזבין Kidd. 20 a;״ ליזביןer verkaufe" Sanh. 95 a; ״ ליקריםer sei früh" Schebuoth 30 b; ״ ליגרישer vertreibe" (seine Frau) Arachin 23 a. — Mand. ״ נימאכיךer druckt nieder"; ״ תיבאטילsie vereitelt". Vergl. Mand. Gr. § 28. Es ist gewiß das Praefix ', das hier bei der 3. Person wieder erscheint und aus נמבין und יקדיש; wurde ׳ניזבין קריש;;. Ohne die Entstehung dieses Vokals zu beachten, versah die Sprache auch die übrigen Präfixe mit demselben, und so sprach man auch ״ תיבאטילDu vereitelst"; ״ ,תיהאליףDu veränderst"; ״ תיקאבלוןihr empfanget". Vergl. Mand. Grammatik S. 226 und 227. Durch diese Annahme erklärt sich auch die sonderbare Erscheinung, daß weder im Talmudischen, noch im Mandäischen das Praefix des Participium den Vokal erhält, während ihn das Jmperfect hat. So משדר ,משאראר gegenüber ,נישאדאר נישרר. **) Hier war der Einfluß der 3. Person des Jmperf. nicht vorhanden, und so blieb das Praefix ohne Vokal. Ferner wird es an der Hand dieser Annahme nicht auffallend erscheinen, daß wir im Syrischen bei den Verben 'עו ein Peal וזקום,;קום haben, während im Talmudischen fast immer, im Mandäischen ohne Ausnahme sich ein י hinter dem Praefix findet. Wie bei den Pael-Formen des regelinäßigen Verb's, so haben sich hier im Peal Spuren des ursprünglichen Praefixes י erhalten, während dieselben im Syrischen nirgends mehr zu entdecken sind, wenigstens nicht mehr in der gewöhnlichen Prosa. Wenn aber syrische Dichter Formen wie תמות ,סיום***) sehr oft zweisilbig nehmen und selbst in Prosa in einer Karkaphischen Var. zu Luc. 15,25 דוב, תרום; vorhanden, so sind dies archaistische Formen, *) Daß die Umwandlung des ל in ג eine dem Aramäischen durchaus nicht fremde Erscheinung ist, zeigt Nöldeke, Mandaeische Grammatik Z 83 S- 54; Duval, Grammaire syriaque 8 35. **) Vergl. Mand. Gr. S, 30. ***) Vergl. Mand. Gr. S. 29. Anmerk. 2.