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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1887-01-01 · 1 (1887) · p. Seite 62

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
14 (1887)
Issue
1 (1887)
Date
1887-01-01
Page
Seite 62 (sequence 94)
Language
German
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62 I. Rosenberg. nebst dem übrigen treu im Gedächtnis der Gelehrten aufbewahrten Gesetzesstoff, ohne wesentliche sprachliche Veränderung, zu einem Ganzen verwoben wurden. Denn war es auch verboten, sich im Lehrhause irgend welche Notizen zu machen, so hat man sich doch gewiß zu allen Zeiten außerhalb desselben erlaubt, Aufzeichnungen über das dort Vernommene vorzunehmen und diese aus den verschiedensten Zeiten stammende Schriftstücke sind den Redactoren aufbewahrt geblieben. Somit bietet der Talmud ein Stück Sprachgeschichte und Sprachentwicklung, und dieserhalb muß eine Behandlung seiner Sprache auch das historische Moment in's Auge fassen. Von diesem Gesichtspunkt aus ward denn die vorliegende Abhandlung, die sich über die Flexion des aramäischen Verbum im babylonischen Talmud erstreckt, unternommen und besonders bei der Lehre von den Praefixen und Suffixen wurde die allmähliche Entwicklung beobachtet. Die dem palästinensischen Dialect angehörigen Stücke, welche sich im babylonischen Talmud zerstreut finden, wurden nur vorübergehend in Betracht gezogen, da nur das babylonisch-aramäische Verbum hier behandelt werden sollte. Von Talmud - Ausgaben wurden benutzt: die Wilnaer 1880—1886; die Berliner, herausgegeben von Goldberg 1864—1868 und die 1862 in Stettin gedruckten einzelnen Tractate. Mit diesen verglich ich stets die Varianten-Verzeichnisse von Rabbinowicz und zog bei den Stellen, wo Rabbinowicz keine abweichende Lesart anführt, die aber trotzdem nicht ohne Weiteres für richtig erklärt werden konnten, die Ausgabe Bömberg I 1520—1523, welche sich in der Königl. Bibliothek zu Berlin befindet, zu Rate. Bei den Traktaten Erubin und Jebamoth stand mir die 6ä. pr., von der sich nur diese beiden Tractate in der genannten Bibliothek befinden, zu Gebote; der zuerst genannte Tractat ist 1511, der andere 1508 von den Soncinaten zu Pesaro ediert worden. Auch die abweichenden Lesarten, welche oft im ״Aruch", dem von Rabbi Nathan bar Jechiel um die Mitte des 11. Jahrhunderts abgefaßten talmudischen Wörterbuch, enthalten sind, wurden hin und wieder berücksichtigt, ebenso die, welche sich im ״En-Jacob," in

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