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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1887-01-01 · 1 (1887) · p. Seite 46

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
14 (1887)
Issue
1 (1887)
Date
1887-01-01
Page
Seite 46 (sequence 78)
Language
German
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46 Nathan Hoffmann. als diesem Usus Gesetzeskraft zu verleihen, resp. Ausnahmsfälle zu gestatten, wozu dieses ausführliche: ״Wenn zwei Brüder zusammenwohnen und Einer von ihnen stirbt und hat keinen Sohn, so soll die Frau der Verstorbenen nicht sein nach außen, einem fremden Manne; ihr Schwager soll zu ihr kommen und sie zur Frau nehmen rc." (Deut. 25, 5)? — So war ja der bisherigen Annahme nach das Gesetz längst in Uebung und neu ist ja nur der Nachsatz desselben, welcher von der Befreiung von der Leviratspflicht handelt? — Spricht schon diese auffallende Fassung des deut. Gesetzes gegen die Annahme der Jndentität der vordeuteronomischen Leviratsehe mit der des Deuteronomiums, so werden die Bedenken gegen diese Annahme noch vermehrt durch so manche Schwierigkeit, welche die scheinbar so einfache Erzählung in der Genesis bietet: Vor Allem, welchen Zweck mochte das unsinnige Gebahren des Onan haben? — Nach dem Ausspruche der Schrift wollte ' er seiüem Bruder keinen Samen geben "). Aber, was schadete es ihm, wenn der Erstgeborene seinem Bruder angehörte, wenn nur die anderen Kinder seinen Namen fortpflanzten. Sein verwerfliches Mittel um Ersteres zu verhüten brachte ihn ja selbst um die Möglichkeit der Nachkommenschaft? — Ferner, was mochte Thamar mit ihrer List1L>) bezwecken? Wenn sie die Ehe mit dem Bruder des verstorbenen Mannes erstrebte, so war dieses Streben durch den Wunsch gerechtfertigt, nicht ferner ein Wittwenleben führen zu müssen, allein, welchen Zweck hatte eine einmalige Kinderzeugung mit dem Schwiegervater? — Nicht ihr, der Fremden, war es ja heilige Pflicht dem verstorbenen Manne Nachkommen zu erwecken, sondern seiner Familie; und sollte eine nicht gebotene Pietät sie zu einem Incest bewogen haben? — Schwierig ist endlich das: 13 ולא יסף עור לרעתה), welches mit dem vorherigen: צדקה ממני u) gewissermaßen im Widerspruche steht. — Wenn es Juda für ein Unrecht hielt ihr

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