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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1887-01-01 · 1 (1887) · p. Seite 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
14 (1887)
Issue
1 (1887)
Date
1887-01-01
Page
Seite 24 (sequence 64)
Language
German
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24 ich antworten, daß ich nicht ״nach Christi Geburt" gezählt habe, weil ich fürchtete, daß er mir dann jenen Satz in den Deutschen Schriften I. S. 238 (301) entgegen schleudern würde: ״Ein Sohn Gottes, welcher mit der Uhr in der Hand am ersten Januar des Jahres Eins, fünftausendfünfhundert oder viertausend Jahre nach der Schöpfung in Bethlehem oder Nazareth das Licht der Welt erblickt hat, hilft Niemandem etwas, der 1878 Jahre nach diesem Zeitpunkte sich mit der Kreatur abzufinden hat." Herr Lagarde kann kaum fünf Zeilen schreiben, ohne zu tadeln, zu schmähen und zu schimpfen. Selbst da, wo er schon einmal zu loben sich genöthigt fühlt, sucht er sofort das ertheilte Lob durch einen Beisatz einzuschränken. Als der Gelehrteste unter allen Gelehrten gilt ihm außer Herrn Salomo Buber vorzüglich Dr. Zuckermandel. So stehts von ihm geschrieben in den Mittheilungen I. S. 93: — ״wandte ich mich mit der Bitte um Auskunft an Salvmon Buber in Lemberg, den nächst M. S. Zuckermandel zur Zeit bedeutendsten Kenner der altjüdifchen Schriften." So auch in der Schrift ״Lipman Zunz und seine Verehrer" S. 157: — sage ich damit aus, daß der Oberrabbiner Zuckermandel, und daß überhaupt kein Rabbiner die Sache weiß." Di־. Zuckermandel wird es nicht mit besonderer Freude erfüllen, von dem verbissensten Antisemiten, dessen Wahlspruch ist ״Niemand hat je mehr für das Judenthum gethan, als Antiochus Epiphanes" (Deutsche Schriften S. 330), gelobt zu werden. Er hat auch in der That keinen Grund dazu, denn S. 159 in der Schrift ״Lipman Zunz u. s. iv." schreibt er von Zuckermandel ״ich habe auch den Deutschland fremdesten Juden liebevoll ausgenommen." Ich bin bald mit Herrn Lagarde zu Ende — nur noch ein Wort. S. 868 wirft mir Herr Lagarde vor, daß ich die chaldäische Chrestomathie Jahns zu Rathe ziehe, ״statt in Wien die von Jahn gebrauchten Handschriften einsehen zu heißen (Landsleute hat er ja genug in Wien)."

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