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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1887-01-01 · 1 (1887) · p. Seite 21

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
14 (1887)
Issue
1 (1887)
Date
1887-01-01
Page
Seite 21 (sequence 61)
Language
German
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21 Litteratur Unerhörtes muß es bezeichnet werden, daß Prof. Lagarde die Vokale in seiner Ausgabe weggelassen hat, ״einmal, weil ihre Setzung im Codex selbst nicht folgerichtig ist, zweitens weil es billiger und nützlicher schien, die Punktation des Mannscripts in Paradigmen darzustellen, unter denen auf sämmtliche vorkommende Ausnahmen von der Regel verwiesen werden soll. Das Erscheinen dieser grammatischen Arbeit hängt selbstverständlich von der Aufnahme ab, welche der Textband finden wird." So schreibt Herr Lagarde selbst (Symmicta II., 32). Natürlich ist dieses Erscheinen ad calendas graecas verschoben; denn der Herausgeber klagt bei jeder Gelegenheit über den kärglichen Absatz seines Buches, den der hohe Preis (c. 50 M. dafür) allein nicht verschuldet, da selbst die für eine bestiimnte Zeit eingetrcten gewesene Preis-Reduction (auf 12 M.) jene ewige Klage nid)t beseitigen konnte. Wie nun dagegen die schnelle Verbreitung meines Targum- Werkes, innerhalb des kurzen Zeitraumes von zwei Jahren seit dem Erscheinen desselben, so daß kaum der vierte Theil der Auflage noch vorhanden ist, die günstige Beurteilung in mehr als 30 Fachschriften des In- und Auslandes, welche mein anerkenne. Denn so schreibt Lagarde (S. 878) ״Die Veranlassung, mich gleichwohl über die Arbeit des Herrn Berliner zu äußern, hat mir der Herr Akademiker Dillmann gegeben, der in der z» New-Iork 1886 erschienenen Schrift the revision of the old testament 12 durch d ie völlig überflüssige Versicherung, das; es an einer kritischen Ausgabe der UI und der Targume zu den Nebiim und Ketubim sowie des Targums Jonathan zum Pentatenche noch fehle, implicite zu verstehen giebt, daß er des Herrn Berliner Ausgabe des Onkelos für eine ״kritische" und abschließende hält. Gegen derartige Verkennung des Thatbestandes seitens eines Akademikers mußte denn doch Verwahrung eingelegt werden." Mehr als lächerlich ist es, wenn Lagarde diese Targum-Edition als seine ״Targum - Studien" (s. oben Seite 7) bezeichnet, deren tiefe Forschungen in dem Ansspruche Lagardes gipfeln (S. 864) ״Unter den in Europa angesiedelten Inden mußten die Targume des Pentateuchs wegen ihrer Beziehung auf die Halacha größeres Interesse erregen als die übrige chaldäischcn Uebersetzungen" — eine ganz falsche Behauptung, wie jeder Fachmann erkennen wird.

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