Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 14 (1887)
- Issue
- 1 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 56)
- Language
- German
- Belongs to
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16 stm Vorbeugungs-Maßregeln biftirt, bamit man auch nicht im Entferntesten baran streife, in irgenb einer Weise einen Unfchulbigen zu verbächtigen! Was Herr Lagarbe S. 869—873 vorbringt, läßt sich sehr schwer resümieren unb wiberlegen, weil Alles wirr burcheinanber läuft. Den Höhepunkt bes confusen Gerebes erblicken wir (S. 871) in bem Satze: ״Der assyrisch punktirte Text Babylons vom Jahre 900: gut nnb schön, wenn auch nicht in ber nicht bloß moberirt anverwüsteten so >) Form, bie sich Italiener zurecht gemacht hatten: aber bie ans bie Art von Tiberias punktirten unb noch gewisser bie gar nicht punktirten Texte Palaestinas, Afrikas, Europas, wenn ich bitten bars, baneben: ein Urtheil erst, nachbem bas Material aus Abschriften — unb Testimoniis — vollstänbig vorgelegt sein wirb." Dieser Satz, wie ber S. 880 ״bie gebotene Vocälisation ist nicht Die 80 2) Vocalisation bes Textes, sonbern Eine unter mehreren: bie älteste Gestalt bes Onkelos lief ohne Vocalzeichen um: wer für bie Wissenschaft arbeitet, hat ben ״Onkelos" so vorzulegen wie Onkelos" selbst schrieb." Solche Hirngespinnste können nur bas Probukt eines Lagarbe sein. Von ihm, ber nur noch bie Halach«8) zu stubieren hat, um Alles, Alles zu wissen, wollen wir bas eigentliche, aus ber Feber bes Onkelos geflossene Targum ober auch nur bas erste, baraus stammenbe Targum mit babylonischer Punktation erwarten. Eine vollstünbige Hanbschrift aus alter Zeit für bas Targum zum Pentateuch, mit babylonischer Zeichensetzung, ist mir nämlich bis jetzt gar nicht bekannt geworben.* * * 4) Ein Targum 0 Dieses 8° ist vom Schreiber dieses hinzugesetzt. 2) Sobige Amlierkung. 8) S- Lagarde S. 863; daß er aber auch die Haggada und die hebräischeu Dichtungen nicht versteht, wird ihm vom Professor Dr. D. Kaufmanu gründlich nachgewiesen. 4) II S- 131 im Targum-Werke: Vollständige Handschriften u. s. w. ist daher nur im Gegensätze zu den vorher erwähnten Fragmenten, welche nur aus einigen Versen bestehen, in beschränkendem Sinne zu nehmen.