Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 14 (1887)
- Issue
- 1 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
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12 Aber Herr Paul de Lagarde ist ein sehr gewöhnlicher Flicker denn er verwendet ganz gewöhnliches Zeug als Material. Es thut niir leid, daß ich den geneigten Leser mit solchen Lappalien belästigen muß — aber es ist Nichts so fein gesponneu, es muß endlich an die Sonnen. Ich habe im Juli 1873 eine Anzahl von hebräischen Handschriften der Ainbrosiana in Mailand kennen gelernt, und hierüber im ״Magazin für die Wissenschaft des Jndenthums, Jahrg. 7, S. 111—120 berichtet. Diesen Bericht kennt Herr Lagarde, denn er citirt ihn in seiner Schrift S. 867, allerdings nur ganz lakonisch ״Berliner- Hoffmann Magazin 7, 112, 113," eingeschoben zwischen den vorhergehenden Satz und den nachfolgenden. Herr Lagarde durfte nämlich nicht näher auf meinen Bericht eingehen, weil er sonst den allergrößten Theil seiner Schreiberei als gegenstandslos hätte unterdrücken müssen. 0 Doch diesen Muth, sich selbst zu bekämpfen, besitzt Herr Lagarde nicht, wenn es ihm gilt, dem ״Berliner-Akademie Berliner" Eins zu versetzen. Da hat er sogar den Muth, so weit sich zu verirren, daß man ihn fast der Unehrlichkeit zeihen könnte. Hier der klare Beweis: Herr Lagarde schreibt S. 866, vor dem Schlüsse, nachdem er den Bericht Cerianis über die Handschrift R. 10 Sup. (man merke sich gefälligst diese Zeichen) mitgetheilt, wörtlich Folgendes: ״Man beachte wohl: ״abbondante2),“ sagt Ceriani, 0 So z. Bhabe ich de Rossi wohl angeführt (S. 111), brauchte nicht erst Kcnnicott, der mir übrigens schon aus den Zeilen auf dem Vorderblatt der Hdsch. bekannt war, um die Handschriften aus eigener Anjchauung zu beschreiben u. v. A. Das S- 867 von Lagarde mißhandelte קתניז״א hätte er lieber von Zunz, Gesammelte Schriften III S- 208 u. 210 lernen sollen, als ihn nach dem Tode anzufallen und zu schmähen. *) Dh. in reichem Maße.