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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1887-01-01 · 1 (1887) · p. Seite 19

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
14 (1887)
Issue
1 (1887)
Date
1887-01-01
Page
Seite 19 (sequence 21)
Language
German
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Hebräische und Chaldäische Wortbildungen. IN seines Gebrauches im Talmud schon in Persien eingeführt war, oder erst spater eingedrungen ist, darauf wird keine Rücksicht genonnuen. Kurz Lateinisch, Griechisch, Aethiopisch, Arabisch, Persisch (und bisweilen selbst Slavisch) werden unterschiedslos und auf's Gerathewohl herbeigezogen und verstümmelt, um das talmudische Idiom als einen barbarischen Kauderwelsch erscheinen zu lassen, der auf den Cutturgrad seiner Besitzer kein sehr günstiges Licht wirft. Auf der anderen Seite müßte es auffallend erscheinen, daß Männer, die jeden einmal aufgenoinmenen Gedanken bis auf seine letzten logischen und praktischen Conseqnenzen auszuspinnen verstanden, die in die feinsten Nüancen des biblischen Textes eindrangen und jedes Wort, jeden Buchstaben scharfsinnig und selbst spitzfindig deuteten, — mit einem Worte, daß so feine Dialektiker so verkommen nachlässig in der Wahl des Ausdrucks gewesen sein sollten. Unvereinbar mit dieser vermeintlichen linguistischen Ver- Wahrlosung sind ferner die tiefen grammatischen Beobachtungen, denen wir gelegentlich im Talmud begegnen, und von denen eine kleine Schrift von Berliner (Beiträge zur hebr. Grammatik im Talmud. Berlin, Julius Benzian 1879) manche überraschende Proben giebt, die genügend die innigste Vertrautheit mit dem hebräischen Sprachgeiste zu. einer Zeit beweisen, da, wie man gewöhnlich annimmt, die Hebräische Sprache bereits längst zu den Todten gehörte. R. Jehudäh Han-Nassi war ein ängstlicher hebräischer Purist, und selbst seine Hausdiener mußten für die Utensilien des Hausstandes hebräische Ausdrücke benutzen. So lernten seine babylonischen Schüler die Bedeutung so manches biblischen und althebräischen Wortes von Rabbi's Hausmagd. (Rosch-haschanah 26b. Jerusch. Megillah II, 73a.) Der Patriarch selbst Pflegte zu bemerken, daß man in Palästina entweder Hebräisch oder Griechisch sprechen müßte, und daß das Syrische kein Bürgerrecht hütre. (Sotah 49b). So viel über die ältere palüstinenfische Periode. Aber selbst in der babylonischen Gemarah und zu einer

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