Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 13 (1886)
- Issue
- 1 (1886)
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 85 (sequence 87)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2572068-2572090-2572091--2579-2574521- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sprüche Salomo's. SS zusammengestellt werden dürfe, wenn man ersterem die ihm eigentliche Bedeutung von מעתדות giebt. Da nun מעתרות עתר), arab. II. u. IV.) ״bereit gemacht" bedeutet, so müssen sie שית in gleichem Sinne erklärt haben: ״bereit gemacht zur Hurerei, zum Buhlen" (s. Mei'ri). Mit der Erklärung שתות kann der Jeruschalmi auch die Bedeutnng des arab. jLi ״vou Liebe erregt sein" im Sinne haben, da ja dieses der Zweck des Hinaufbindens des Schweifes war. Dafür findet er dann auch einen Anklang tit unserem שית, das er gleich שת auffaßt. Dann wäre auch Babli so zu verstehen, und die Erklärung: לישנא דמיו׳, so viel wie ערוד, לישנא דערוה wird auch sonst im Sinne von גילוי gebraucht. — ״ ונצרת לבbewahrten Herzens" (s. Jes. 48, 6; 65, 4) ist nach Raschi in malam partem zu verstehen: ״versteckten, heimtückischer: Herzens" (s. jed. Raschi zu Jes. 49, 8); die Nabbinen dagegen haben es tu bouam partem genommen und nur wegen des Zusammenhangs mit ,שית «ונר es in üblem Sinne verstanden: ״gekleidet wie eine Buhlerin und bewahrten Herzens", das heißt nach ihnen: Dem Buhlen gegenüber herausfordernd frech, gegen beu Gatten dagegen recht keusch und sittsam. So sagen sie in Bezug auf die Frair des Potiphar I. M. 39, 7: שית זונה ליוסף ונצרת לב לבעלה (Bereschit rabba c. 87). Diese verschiedene Beziehung der einzelnen Satzglieder ist jedoch nicht durchaus nöthig; man kann den ganzen Satz auf das Benehmen der Buhlerin dem Buhleir gegenüber beziehen, vor welchem sie zwar im Anzuge einer Buhlerin erscheint, aber trotzdem als נצרת לב, als eine solche, der ihre Ehre nur ihm, dem Einziggebliebten, gegenüber Nichts gelte, die nur seine Liebe gewinnen möchte. So auch Mei'ri. 16. מרבדים wollen die Nabbinen nicht allgemein: ״Teppich", ״Matratze" verstehen, sonderir nur als Bezeichnung für die Unterlage des Lagers (leotns) genommen wissen, und war ihnen sogar ein Wort רבר als Bezeichnung der labes seunnis, weil auf den מרבדים gewöhnlich zu finden, bekannt (s. Sabbat 114a, nach der LA. des Lurja; Jalk. Sprüche Nr. 943). Die LXX haben **¥>/«־, Targum hier und