Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 13 (1886)
- Issue
- 1 (1886)
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 84)
- Language
- German
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83 Hermann Deutsch. tob c. 8. Demnach stimmt die Erklärung der Rabbinen hier mit den meisten altern und neuern Erklärern des Satzes überein. 10. Dieser Vers nach Midr. r. 5 M. o. 8. Nachahmung der Rede des Faulen, mit welcher er den Warner abzumehren sucht, nach Raschi, Mein u. a. dagegen Fortsetzung des iroui-. schen Zurufs. Eine andere Erklärung des Midrasch: ״wenig schlafen, wenig schlummern, wenig die Hände verschlingen — dann kommt wie ein Wanderer dein Haupt (ראשף — ראשף) und was dir fehlt, (die Erlösung) wie ein Schildbewaffneter" — ist eine die Hoffnungen und Zeitstimmungeu wiederspiegelnde Haggada, s. jedoch die Vorbemerkungen Anm. 3. 16. שש הנה שנא ה׳ ושבע תועבות נפשו. In der Auffafsung dieser Form des Zahlspruchs, die in beit Sprüchen (außer 30, 5, 18, 21, 29) nicht mehr vorkommt, differireU die Ansichten der Rabbinen. R. Meir will diese Art der Rede so aufgefaßt wissen: diese sechs (die in V. 12—15 genannten) Dinge hass et Gott, und sieben (die darauf folgenden) sind seiner Seele ein Abscheu; nach den andern Gelehrten dagegen märe der Sinn des Satzes: Sechs Dinge sind's, welche (הנה ist der Nominativ zu dem in שנא verborgen liegenden Relativ) Gott hasset, und sieben sind seiner Seele ein Gräuel, d. h. das siebente ist das ihm am meisten Verhaßte. (Von Neueren vertritt Hitzig die erste, Delitzsch die zweiterwähnte Ansicht). Leviticus r. o. 16: 'שש הנה ובו ר״מ ורבנן. ר״ט אמר שש ושבע הרי הן י׳יג. ורבנן אמדן שבע מקי׳«׳}. ושבע דכתיב זו שביעית שקשה כנגד כולם וזה וכוי; vgl. noch Midrasch Mischle z. St. und die Bemerkung des N. Jsak Cohn in seinem Commentar dazu. .כי בעד אשר. זונה ער ככר לחם ואשת איש נפש יקרה תצוד .26 Die Siebenzig, das Targum und die Peschito übersetzen den Satz antithetisch; nach ihrer Auffassung spricht a von der Buhlerin, deren Genuß schnell vorübergehend, wie der eines Brodkuchens, ist, dagegen sagt b ist die Liebesfreude mit der rechtmäßigen Gattin von anhaltender, steter Dauer. Vgl. zu diesem Gedanken die syr. Uebersetznng des Buches Sirach 26, 23.