Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 13 (1886)
- Issue
- 1 (1886)
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 74)
- Language
- German
- Belongs to
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72 Hermann Deutsch. Zweites Kapitel. 5. ... אז תבין יראו! ה׳ der Nachsatz lautet nicht, wie nach den vorangestellten Bedingungssätzen zu erwarten: dann wirst du die Weisheit, die du suchest, finden, sondern bezeichnet als Erfolg des Ringens nach Weisheit die Furcht Gottes, was den Rabbinen Anlaß zu der Bemerkung gibt, daß die bibl. Anschauung in der weitesten Durchforschung der verschiedenen Wissensgebiete nicht ein Mittel, das ab von Gott, sondern im Gegentheil ein solches, das zu ihm hinführt, erblickt (Jer. Berachot IV, 4; Babli das. 33 a, Abot d- R. Nathan <3. 4). 7. |תיפ Die Auslegung des Midrasch אין צפון אלא תורה (Rabba V. M. c. 1) nn.d andere Auslegungen daselbst gehen auf das Ketib zurück, das auch die neueren Ausleger bevorzugen (bester liest man wohl im Midrasch: אין חושיה אלא תורה). 10. כי תבא חכמה בלבך ודעת לנפשך ינעם. Die Ausleger sind uneinig darüber, wie ינעם nach dem Femininum רעת zu fasten sei. Aus den Worten des Midrasch, welcher bemerkt ודעת לנפשך ינעם — -שהם מ^עימין אותך ואת רעתך, scheint hervorzugehen, daß er נ;עים gelesen, wozu dann חכמה bez. רבר׳ חכמה als Subjekt anzunehmen: ״Die Weisheit kommt daun in dein Herz, und Erkenntniß macht sie (machen sie, d. h. die Worte der Thora) deiner Seele angenehm". 11. .״ מזמרUeberlegung" (Midr. z. St.), nach einer andern Erklärung im Talmud jedoch (Aboda S. 17b) ist nyty gleich ״ סוימהVorUnzucht bewahrt sie (die Weisheit) dich." 16. אשד. זרה übersetzen die LXX umschreibend als die personificirte Sünde, und ebenso fassen beit Ausdruck die Rabbinen zu Aboda S. 17a, Abot d. R. Nathan o. 2. Im Midrasch rabba (IV. M. o. 9 und 13) jedoch werden die Worte wörtlich genommen und auf das fremde (nicht Ehe-) Weib bezogen, mit Beziehung auf die Sätze 5,3,20; 7,5 u. s. Die sittenlose Frau heißt dann זרה und נכריה, weil die Ausländerinnen als unkeusch und sittenlos galten (Jbn Esra I).