Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1886-01-01 · 1 (1886) · p. Seite 71

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
13 (1886)
Issue
1 (1886)
Date
1886-01-01
Page
Seite 71 (sequence 73)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2572068-2572090-2572091--2565-2574507
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Sprüche Salomo's. 71 xußtpvqrrfi (חיבל) erklärt, d. h. dem Sinne entsprechend davon abgeleitet. 6. Ueber משל und מליצה s. das Nachwort. 7. ״ יראת ה׳ ראשית דעהGottesfurcht ist der Anfang alles Wissens", ״der Anfang" im Sinne von principium, demnach: die vorzüglichste Bedingung für die Erkenntniß. Siehe Mein: וחייל דרשוה ראשית לשון תרומה. כמו ראשית רגנך. ר,האש והמובחר und vgl. Th. 1. S. i7 Anm. Im Midrasch z. St. wird auf den Unterschied zwischen dem Ausspruche Salomo's hier und dem Davids (ראשית הכמה יראת הי Ps. 111, 10) hingewiesen, weil daselbst wahrscheinlich von der Anschauung ausgegangen wird, unser Spruchsatz setze Gottesfurcht der Erkenntniß gleich, oder betrachte sie nur als einen Theil derselben (indem ראשית als partitiver Genitiv zu רעת aufgefaßt wird, wie ל״ס), wogegen in den Psalmen die Gottesfurcht als nothwendige Bedingung der Erkenntniß aufgestellt ist. Siehe noch Midr. r. V. B. M. o. 11 und vgl. Delitzsch zu c. 9,6 und Frerstag, Arab. Prov. III. 1065. 17. .כי חנם מזורה הרשת בעיני כל בעל כנף ״Umsonst ist bestreut das Netz in den Augen aller Beflügelten", ״umsonst" weil die Vögel davonfliegen, und der Vogelsteller seinen Zweck nicht erreicht, so hat Raschi und so haben auch die Nabbinen Sota 38 b den Satz aufgefaßt. Anders jedoch Jbn Esra I., Umbreit und Ewald, die חנם und כעיני zusammennehmen: in den Augen des Vogels scheint das Netz umsonst (ohne böse Absicht) bestreut, und er gehet darum in's Verderben. 19. כן ארחות כל בצע בצע את נפש בעליו יקח. Ob בעליו auf כצע בצע zurückzubeziehen sei, wie in der Uebers. der LXX., oder der Satz als Fortsetzung von V. 16 zu gelten hat, in dem Sinne, daß der Gewinnsüchtige vom Rauben zum Morden gebracht wird, war bei den Nabbinen (Baba Kama II9a) strittig. (Nach letzerwähnter Ansicht bliebe allerdings schwierig, wie hier der Mord, zu dem doch V 10 und 11 die direkte Aufforderung erging, blos als warnende Folge hingestellt werden kann).

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.