Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 13 (1886)
- Issue
- 1 (1886)
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur geschichtlichen Literatur. 61 — S. 49 wird Samuel Kaidnower in den Vordergrund gestellt und bezüglich seines Wissens und Wirkens gebührend gewürdigt. Zu seinen Schriften wäre noch 110 גטין וחליצה, handschriftlich in der Oppenheimerschen Bibliothek, jetzt in Oxford, nachzutragen. Seinem Einflüsse schreibt Verf. es zu (S. 54), daß die damaligen Gelehrten sich fast nur mit talmudischen Studien beschäftigten und die Kabbala sich ihres alten Ansehens nicht mehr erfreute. Sie kam erst wieder unter Naphtali Cohen (S. 63) zu Ehren; der aber immerhin von einer den Talmud, die ״offenbare" Lehre, überragenden Bedeutung derselben nichts wissen wollte. Verf. hat die Mühe nicht gescheut, sich durch die Schriften dieses Rabbiners hindurchzuwinden, um ihn als der Größten Einen in der damaligen Gelehrtenwelt zu zeichnen. Bei Abraham Broda (S. 80) war auch Arje Jehuda Teomim, Sohn des Märtyrers Aaron Teomim, zu erwähnen. Derselbe war Dajan in Frankfurt, kam als Rabbiner nach Bingen, und starb 1717, einige Jahre nach dem Tode Abraham Broda's, in Frankfurt; vgl. Schudt, II S. 43. Zu den Pflegern der rabbinischen Literatur in Frankfurt gehörte auch Elia Ha-Levi, dessen Bemerkungen dem Werke Joseph Gikitilia's (שע1י אורה) ed. Offenbach 1715 beigegeben sind. Der Herausgeber war sein Sohn Binjamin, der das Buch mit einen! Vorworte versehen hat, während die Approbation inr Namen des Rabbiners Abraham Broda unterzeichnet ist, zugleich vom M. Schiff und S. Schotten. Wie der Verf. überall, wo sich die Gelegenheit hierzu bietet, auf die Schriften, mit welchen Frankfurfer Gelehrte die hebräische Literatur so wesentlich bereichert haben, näher einzugehen pflegt, so ergänzt er auch am Schluffe des zweiten Buches die literar-historischen Mitheilungen mit einem lehrreichen Resums der Gutachten Sammlung Jakob Cohens, welche unter dem Titel 2,1pשב ׳ bekannt ist. Im Anhänge werden verschiedene Inschriften vom alten Friedhofe mitgetheilt, aus den Jahren 1272—1751*). — *) David (6. Natan) Grünhut, (S. 54) Schwiegersohn Mendel