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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1885-01-01 · 1 (1885) · p. Seite 38

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
12 (1885)
Issue
1 (1885)
Date
1885-01-01
Page
Seite 38 (sequence 42)
Language
German
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38 Hermann Deutsch. trägt die bedeutsame Ueberschrist: ״Auch diese sind Sprüche Salomo's, welche znsammengetragen haben die Männer des Hiskijah, des Königs von Inda." Der Talmud und nach ihm die ältcrn jüd. Ausleger nehmen an, daß das ״Auch diese sind" zn dem Beziehungssatze: ״welche znsammengetragen" u. s. w. zu ziehen sei, und daß somit diese Ueberschrist auch die Redaction der voransgegangenen Sprnchtheile dilrch die Männer Hiskijah's mitbezeuge. Bei den ״Männern Hiskijah's" haben sie an literarisch-thätige Zeitgenossen dieses Königs gedacht, denen die Aufgabe ward, die zerstreuten Schriftdenkmäler zu sammeln und zil sichten. Von der Art, wie sie sich diese Sammlung und Sichtung gedacht haben, wird im nächsten Kapitel die Rede sein. 5. In dem dreißigsten und einem Thcil des einnilddreißigsten Capitels (V. 1—10) treffen wir auf eine Zusammenstellnng einzelner, in verschiedene Gruppen sich theilender Sprüche, welche, sowohl durch Eigenthümlichkeit der Sprache, als auch durch Seltsamkeit ihres Inhaltes sich erkennbar von allen vorangehenden unterscheiden.") Nach der Uebersuchen müßte, noch an die Räthsel nach modernem Muster, wie sie, nach den Geschichtsschreibern Menander und Dios, Josephus (Antiquität. VIII, 5, 3) den König Salomo mit dem Könige Hiram, der Midrasch Mischle (o. 1) und das Targum Scheni (Ans. Esther) mit der Königin Saba wechseln ließ (dieselben befinden sich in's Deutsche übertragen von Wünsche in der Schrift ״die Räthselweisheit bei den Hebräern" S. 13—24), zu denken brauchte. Die Bildersprüche (deren auch einige im vorangehenden Theile 10,26; 11, 22) gestatten immer so mannigfache gedankliche Beziehungen, daß der Phantasie, dem rathmden Sinne, dem Erwägendes Geistes immer der weiteste Spielraum gelassen ist, weil in ihnen die Beziehungen der Lehre und Erfahrung, für deren Veranschaulichung das Bi!d gewählt, ohne der bcigefügten Erklärung verhüllt und unbestimmt, also ädtaxpiTot erscheinen. 43) Die Ausdrucksweise in ihnen ist schwierig, der Inhalt etwas räthselhaft, und die Form die der steigernden Vergleichung (V. 15—17. 18—19. 21—23. 29—31), wie sie unter den Propheten nur Amos als Bild der Veranschaulichung liebt (Am. 1,3, 6,9, 11. 11,1, 4. 6). Außerdem hat das Stück mehrere Arabismcn (30, 15, 16, 17, 31), die zum Theil schon von Nascht (Sauhedrin 82 b) bemerkt, und Auklänge an

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