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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1885-01-01 · 1 (1885) · p. Seite 32

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
12 (1885)
Issue
1 (1885)
Date
1885-01-01
Page
Seite 32 (sequence 36)
Language
German
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32 Hermann Deutsch. die der Chochma, d. i. dem auf theokratischer Grundlage sich aufbauenden Wissen, entgegenstehende Verlockung und Verführung zu Abfall, Götzendienst und Unglauben in den Sprüchen sich ausgedrückt finden,^) so weist uns dieses gründet sich auf folgende Worte der Peßikta (cit. v. Jalkut II, Nr. 932): vir- עד מתי פתאים תאהבו פתי — אר״ש בן נוירא בנוהג שבעולם אוכל צחנה ב׳ וני ימים ונפשו נקוטה עליו ואתם עובדים ע״ז כמה שנים אותה שכתוב בה (ישעיהו לי) צא צא תאמר לו ואין נפשכם נקוטה הימנה. א״ר יודן שני בני אדם נתנבאו על הליצנות שלמה וישעיהו שלמה אמר ולצים לצון חמדו להם וישעיהו אמר ואתם אל תתלוצצו וכוי. Unsere Schlußfolgerungen sind hier insoferne zu weit gehend, als ja auch in den andern, von Allen als echt salomonisch anerkannten Spruchsammlungen Sprüche über die Spottsucht Vorkommen (13, 1. 14, 6. 15, 12. 19, 25, 28, 29. 20, 1. 21, 1t, 24. 22, 10. 24, 9. 29, 8), was beweist, daß jene Klasse von Freigeistern und Religionsspottern schon zur Zeit des Königs Salomo innerhalb der isr. Volksgemeinschast (vgl. Ps. 1, 1) vorhanden war (s. Del. Einl. z. d. Spr. S. 32 f.), später nur, mit Abnahme der Religiosität, an Macht gewonnen hat. — Wenn wir jedoch in לץ, im Gegensätze zu פתי und כסיל, dem ״Verführten" und ״Beschränkten", Bezeichnung des unverbesserlichen Gottlosen gesehen, so wird dieses auch sonst durch die Worte des Midrasch, der 1, 22 לצים mit דור המבול und 3, 34 mit דור הפלנה glossirt, unterstützt, und durch die etymologischen Ausführungen Neuerer (s. Del. a. a. O. u. zu 9, 7 und ebenso Nowack - Bertheau zu 8, 31. 19, 25. 21, 11, 24) begründet, und wir verstehen die gegentheilige Behauptung Malbims (Comm. zu 1, 22) nicht. Siehe auch Midr. Tanchuma Ende מצורע und Jalkut zu Spr. 19, 22. 33) Dahin werden nämlich die Stellen 2, 16. 5, 3. 6, 24 f. 7 f. in denen von Ehebruch die Rede, von den Rabbinen (Aboda S. 17 a, Midr. r. TI. M. c. 15 u. 16, IV. M o. 10, Abot d. R. Nath. c. 2, vgl. damit Targ. Jes. 1, 21) gedeutet, während die ältern jüd. Exegeten, wie Levi b. Gerson, Mein u. A. in dem Bilde des unzüchtigen verführerischen Weibes mit Maimon des (More Neb. 3, 8) die personificirte, den bösen Einflüssen zugängliche Materie (הומר) sehen, oder auch die personificirte Thorheit, als der sie o. 9, 13 wirklich erscheint. Haben nun die Rabbinen an den durchwegs salom. Ursprung der einleitenden Capitel ganz festgchalten, so hätten sie der זרה gerade in diesem Theile (in dem andern, z. V. 22, 14, geschieht dieses nicht immer; dort wird der Ausdruck Sabb. 33a. mit המנבל פה erklärt) keine solche bildliche Deutung geben sollen, zu der die Unterlage in der salomonischen Zeit am allerwenigsten vorhanden war. Aber selbst nach der wörtlichen

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