Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 12 (1885)
- Issue
- 1 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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16 Hermann Deutsch. spanischen Grammatiker bezeichnet hier einen Wendepunkt, und hier erst ist die Linie zwischen haggadischer und grammalischer Exegese zu ziehen. Außerdem wüßten wir gar nicht, bei welchem Midraschwerke wir die Grenze zwischen älterer und jüngerer Haggada ziehen sollten. Denn es stehen zwar Mechilta, Sifra, Sifre und Peßikta rücksichtlich der Zeit ihrer Abfassung den späteren gleichartigen Literaturwerken voraus: allein auch im Talmud und in den im nachtalmudischen Zeitalter allmählich entstandenen Midraschsammlungen kommen Haggadas vor, die um viele Jahrhunderte älter, als die Zeit ihrer Zusammenstellung, und noch die in der geonäischen Epoche entstandenen Midraschwerke enthalten literarische Spuren, die uns in die älteste Zeit haggadischer Schriftauslegung zurückführen. Auch das erst gegen das Ende des 12. Jahrhunderts entstandene große Midrasch - Sammelwerk ״Jalkut Schimeoni" trägt diesen traditionellen Charakter, indem fast alle darin aufgeführten Haggadas älteren Targumim und Midraschwerken entlehnt sind, wenn wir auch nicht immer die Quelle kennen, aus der sie gezogen.") Finden sich ja auch in viel später!! Werken Beziehungen auf Haggadas, deren Ursprung uns unbekannt, und die wahrscheinlich ebenfalls ganz alten Midraschwerken entlehnt sind.") Es ist hier also unniöglich eine bestimmte Sammlungen nach der Zeit und dem Orte ihres Entstehens mit tiefem Scharssinn erkannt und betont, kommt aber zum Schlüsse (6. 19) ebenfalls zu dem Resultate, daß jene Un'erscheidung nur in äußerlichen Merkmalen (in Sprache, Form und Vortrag), nicht aber innerlich an der Art der Auslegung zu erkennen?ei. Diese sei sich hier immer ziemlich gleich geblieben. 20) Zur Bekräftigung des hier Behaupteten sei auf Zunz G. V. S. 97, 129, 172, 285, 297 und 321 nachdrücklichst hingcrviesen. Einer chronologischen Eintheitung, meint auch Steinschneider (Polem. und apologetische Literat, in arab. Sprache S. 244), widerstrebt jenes Literaturgebiet, welches wir im engern Sinne als Midrasch bezeichnen. Denn es läßt sich nur im Großen und Ganzen gewissen Perioden zuweisen. 27) Mit Recht behauptet Dukes (Beiträge S. 91), daß auch der berühmte Ausspruch: להם חלק לעולם הבא Lחסידי אומות העולם ״ ״die Frommen aller Völker haben Theil am zukünftigen Leben," aus einem