Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 11 (1884)
- Issue
- 1 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 156)
- Language
- German
- Belongs to
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Recensionen. 153 pflogenheit obgewaltet hat. Als grammatischen Fehler kann man etwas ansehen und dem Abschreiber oder gar dem Autor zur Last legen, was vereinzelt auftritt,zeigen sich solche Fehler aber zahlreich und in verschiedenen Formen, so müssen diese in ihrer Gesammtheit als eine grammatische Erscheinung betrachtet und nach wissenschaftlichen Prinzipien beurtheilt werden. Denn Fälle wie לם יכון und אלם תיא müßten unter gewöhnlichen Umständen als grobe Fehler gelten, wenn nicht ans zahlreichen anderen, ganz zweifellosen Beispielen (באל für לם יקול ,כל für דאתיה ,יקל für דאתה u. s. w. u. s. w.) sich erwiese, daß Ales, Waw und Jod in den mit Quadratschrift geschriebenen Handschriften als Lesemütter angewendet wurden. Die Umschreibung in arabische Schrift macht diese Erscheinungen auffälliger und weniger harmlos, und je we- Niger man den Charakter dieser eingeschobenen Vocale erkennt, desto mehr Fehler wird man anzumerken und zu verbessern haben. — Endlich kommt hinzu, daß die quadratische Schreibweise das Eindringen von Hebraismen in arabische Texte wesentlich fördern mußte, tind in selbstständigen Werken dieser Litteratnr ist bekanntlich die Verbindung hebräischer Wörter mit dem arabischen Artikel אל und der Coujtlnction 1 eine ganz gewöhnliche Erscheinung. Der Herausgeber der erstgenannten der uns vorliegenden Schriften hat daher mit Recht diese äußere Gestalt für seine Arbeit beibehalten, welche eine erfreuliche Bereicherung der bereits im Druck vorhandenen jüdisch-arabischen Litteratnr zum Theil ausgeführt hat, zum Theil in Aussicht stellt. Sie enthält die ersten fünf Kapitel von Saadjas arabischer Uebersetzung des Buches Hiob nebst seinem Commentar. In der Einleitung wird zunächst der Nachweis geführt, daß die vorliegende Uebersetzung wirklich Saadja angehöre. Der Herausgeber betont mit Recht die Saadjanische Eigenthümlichkeit, hebräische Wörter durch gleichlautende oder ähnlichklingende arabische wiederzugeben, was naturgemäß von erhöhter Bedeutung sein mußte, wenn sie in hebräischen Schrift-