Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 11 (1884)
- Issue
- 1 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 146)
- Language
- German
- Belongs to
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Reecensionen. 143 Moralgedicht שערי עץ החיים. Der Name Fanti dürfte mißverständlich aus פנטי — Ponte oder Fonte, Beides italienische Ortschaften, gebildet worden sein*). — Zu S. 206 sei bemerkt, daß eine Handschrift in meinem Besitze, welche aus dem 14. Jahrhundert stammt, die italienische Uebersetzung der täglichen Gebete, mit hebräischen Charakteren geschrieben, enthält. Auch eine Druckausgabe einer solchen Uebersetzung in hebräischer Schrift existirt in der Bibliothek der Alliance in Paris; es ist eine etwas defekte Inkunabel in Octav, wahrscheinlich Bologna. In der Vaticana befindet sich eine Handschrift (Nr. 37), welche den Raschi- Commentar zum Pentateuch enthält, zugleich mit italienischer Uebersetzung für einzelne Wörter und schwierige Stellen. Am Schluffe möchte ich noch auf den oben S. 136 erhobenen Einwand gegen die Beurtheilung, welche der Verfaff er dem Aruchwerke hat zu Theil werden laffen, zurückkommen. Verf. hat den Aruch als klassisches Sammelwerk seines Werthes vollkommen gewürdigt (S. 61); erst dann erörtert er die Frage, welchen Platz wohl das Werk im Verhältniß zu dem Resultat ״nichtsdestoweniger hat er nur ein Sammelwerk zu Stande gebracht, das sich den Schöpfungen der spanischen und selbst den Commentaren der französischen Schule nicht an die Seite stellen kann." Es will somit der Verf. nur die selbstschöpferische Kraft, von welcher eine große Anzahl von talmudischen Werken aus jenen Schulen zeugen, im Gegensätze zum Verfasser des Aruch hervorheben. In der That hat man ja den Aruch in der Folge nur zu Rache gezogen, wenn man die Bedentung eines talmudischen Fremdwortes erfahren wollte. Erst R. Jesaja Berlin fing an, den Aruch auch für die Eruirung der Lesarten im Talmud-Texte fleißig zu consultiren. Wie wenig aber R. Natan selbst talmudische Stellen erörtert oder aufzuhellen sucht, ersieht man am besten aus dem vom Rabbiner S. Bamberger J) Vgl. noch die Hinweisungen bei Steinschneider im Catalog der Bodleiana p. 788. 10*