Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 11 (1884)
- Issue
- 1 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 139)
- Language
- German
- Belongs to
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136 Recensionen. nicht zu Rekriminationen gegen die Häupter der französischen Schulen und ״Deutschlands Fromme" Hinreißen lasten sollen, (z. B. skrupulöse Frömmigkeit, mönchische Weltflucht S. 208 und ähnlich an anderen Stellen), da er doch als Jehudi und Rabbiner weiß, daß auch diese der lauterste Gedanke לשם שמים beseelte, hätte das große Wort, — das er kaum einlösen können wird, daß die (also alle) nordfranzösischen Tossafisteil weit hinter ihm (N. Jesaia I.) in der Darstellung zurückbleiben (S. 186), nicht so gelassen anssprechen sollen. Daß ferner der Aruch nur ein Sammelwerk zu Stande gebracht hat, der sich ׳ den Schöpfungen der spanischen und ״selbst" den Kommentaren der französischen Schule nicht an die Seite stellen kann (S. 62), wird der rabbinische Gelehrte dem schriftstellerischen auch wohl nicht unterschreiben.— Zum Schlüsse noch einige Vermuthungen über die berühmte, zuerst von Luzzatto (Kerem Chemed IV. 138 ff.) veröffentlichte Satyre über das Darniederliegen der biblischen Wissenschaft in Italien und die italienischen Rabbiner über- Haupt, veranlaßt durch einen (nicht genannten) Rabbiner, der einen Schüler geschlagen zu haben scheint, so daß letzterer daran gestorben ist. Die orakelhaften Verse (25 und 26), um welche es sich handelt, lauten: כמו שמעי כשמו והיחש עמו וחשבון עם טעמו דברים עתיקים יוני בהם שים יהי שקוץ מעשים אשחר. ביחשים כה׳יא בדקדוקים. Luzzatto bemerkt, daß שמעי יוני dem Zahlenwerthe nach gleich שקוץ sei, das Uebrige der Verse sei ihm unverständlich geblieben. — Geiger hält שמעי für Pseudonym; den Namen des Adressaten der Satyre für einen sonst unbekannten משה בהן; er liest nämlich בשמו für בשמו, welches Wort mit dem יחש (nämlich des בהן) dem Zahlenwerthe nach 420—שמעי. Die letzten 4 Worte des letzten Verses bleiben aber immer noch unerklärt. Verfasser knüpft nun an G.'s Hypothese an, liest für אשחה אשנה und בהא statt בהא. A. E. will so sagen ״ich ändere das הא in wohlberechneter Absicht, d. h. zähle nach dem Worte בהן und nicht wie grammatisch correkt הבחן, um eben statt 425 nur 420 — שמעי herauszuzählen, und verweist zur Unterstützung