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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1884-01-01 · 1 (1884) · p. Seite 108

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
11 (1884)
Issue
1 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 108 (sequence 111)
Language
German
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108 D. Kaufmann. dennoch angeben, an welcher Krankheit er leidet, ob er sterben oder leben werde, und was der Thorheiten mehr sind. 36. Vorzüglich mache ich es dem Arzte zur Pflicht, zum Kranken das erste Mal während der Zunahme und Krise, nicht aber während des Stillstandes und der Abnahme der Krankheit zu kommen, da man dann sich mit ihm freuen und seinen Erfolg rühmen 35) wird. 37. Der Arzt vermeide es, mit der Kur allzuschwieriger8 6) Krankheiten sich abzugeben, da sie nicht geheilt werden können, oder die Kranken der Quälereien oder der Unkosten überdrüssig werden und deine Kur verdächtigen. 38. Wenn der Kranke deinen Weisungen nicht Folge leistet, oder seine Diener und Hausleute nicht rasch deinen Anordnungen Nachkommen oder dir nicht die gebührende Ehre erweisen, so gieb die Behandlung auf. 39. Dein Honorar von dem Kranken bestimme (Gen. 30,28), wenn seine Krankheit im Zunehmen begriffen tmb am Heftigsten ist, denn sobald er geheilt ist, vergißt er, was du an ihm geleistet hast. 40. Je mehr du für deine Behandlung fordern, je theurer du deine Kuren insetzen wirst, desto höher werden sie in den Augen der Leute steigen. Gering wird deine Kunst nur solchen erscheinen, mit denen du dich umsonst abgiebst. 41. Der Arzt kann seine Aufmerksamkeit und sein Nachdenken umsonst nicht genügend der Behandlung des Kranken zuwenden. Es tragen die Füße ihn nicht in jenes Haus und die Kur bleibt erfolglos. 3°) Ich lese gegen die HS. nach Analogie von §. 46: וישבחו. 36) lieber die Beschuldigung des Hippokrates, daß er unheilbare Kranke verlassen und auch seinen Schülern dazu gcrathen habe, vgl. Sprengel a. a.O.l, 69. Denselben Grundsatz vertheidigt nach einer Tradilion Galen's Albucasis cle Chirurgia ed. Chan 11 ing 1,7: Atmorbos periculi plenos et sanatu difficilos omittite . . . öalenus enim dixit olim in quibusdam admonitionibus suis: ne medicetis aegritudinem malam, ne malorum medicorum agnomen habeatis.«

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