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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1884-01-01 · 1 (1884) · p. Seite 39

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
11 (1884)
Issue
1 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 39 (sequence 42)
Language
German
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Uever den Kaiserschnitt im Talmud. 39 dies ebenso der Fall sein müsse mit dem nach der Geburt fließenden, aus der Gebärmutter stammenden Lochialblut, deshalb fragt er zunächst היינו רישא, d. h. also dieser Schluß ist ja schon aus dem in der רישא Gesagten zu ziehen, und außerdem sei unter dem Ausdruck משם der neue Geburtsweg und nicht die Gebärmutter zu verstehen; er ist deshalb der Ansicht, es müsse vorausgesetzt werden, daß auch das Lochialblut aus dem Geburtswege fließe. Dies zur Richtigstellung in der Auffassung unserer Talmudstelle und hoffe ich, daß der Herr Recensent jetzt nicht mehr bei seiner Behauptung verharren wird, die Talmudstelle sei meinerseits irrthümlich aufgefaßt*). Was nun aber meine Beweisführung hinsichtlich des Ausdruckes Joze Dophau anbelangt, so ist es mir unbegreiflich, wie der Recensent sagen kann, daß N. Joseph auch sachlich durchaus nicht von Rabina divergirt, da ja R. Joseph ausdrücklich sagt, es müffe angenommen werden, daß Kind und Blut durch die Wand komme, folglich kann nach ihm ja nur das nach der Geburt fließende Blut gemeint sein; denn wie soll vor der Geburt das Blut durch die Wand kommen??*). Es bleibt also mein Beweis selbst nach Raschi's Erklärung dieser Talmudstelle schon aus der Annahme des R. Joseph vollständig aufrecht erhalten. 5) Hier macht der Recensent einen sonderbaren Einwand gegen meinen Beweis, indem er fragt, ob jedes Mal die Anwesenheit eines Sachverständigen vorauHusetzen ist und ob nicht die rituelle Vorschrift für die vielen oder vielmehr alle Fälle gegeben werden muß, in denen es Niemand wagt, Mutter und Kind m die größte Lebensgefahr zu bringen. ף Wir geben dies gerne zu, vermissen aber, wie in unfern Bemerkungen angegeben, jede Veranlassung, R.'s Erklärung zu verlassen und die neue sehr gezwungene zu acceptiren. . . . . r. 2) Wir behaupteten in der Recension natürlich nur, daß über den Begriff des J. D., um den es sich hier handelt, zwischen Rabina und R. I. keine Differenz, daß das ״רם״ der סיפא nach R. I. ein anderes ist und nur sein kann, als (nach Raschi) nach Rabina ändert daran gar Nichts.

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